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Zufriedenheit

Sonntag, 6. August 2017
42 Minuten

Zufriedenheit

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Ein König kann nicht mehr schlafen. Seine Sorgen rauben ihm jede Freude am Leben. Seine Berater schlagen vor: Er soll das Hemd eines zufriedenen Menschen tragen. Doch als sie endlich einen zufriedenen Mann finden – einen einfachen Schweinehirten – stellen sie fest: Er besitzt gar kein Hemd. Dieser Mann hatte alles, was er brauchte, und sein Leben war erfüllt von Zufriedenheit und Dankbarkeit.

Das Volk Israel hatte alle Verheißungen Gottes empfangen, doch sie verließen den Weg des Segens durch Unzufriedenheit und Ungehorsam. In 2. Mose sehen wir, wie Gott sie aus der Sklaverei in Ägypten befreite – durch zehn Plagen, durch die Teilung des Meeres, durch Wasser aus dem Felsen und tägliches Manna vom Himmel. Wunder über Wunder. Doch das Volk hörte nicht auf zu jammern und zu klagen. Sie beschuldigten Mose, wollten ihn sogar steinigen. Sie sehnten sich zurück nach den Fleischtöpfen Ägyptens und entwickelten einen Ekel gegen das Manna, das Gott ihnen täglich schenkte.

Mose sagte dem verzweifelten Volk in 2. Mose 14,13: "Fürchtet euch nicht. Der Herr wird für euch streiten und ihr werdet stille sein." Doch Israel glaubte Gott nicht. Sie sammelten mehr Manna als erlaubt, weil sie nicht darauf vertrauten, dass Gott sie auch am nächsten Tag versorgen würde. Sie verglichen sich mit anderen, wurden lüstern nach mehr und gossen sich schließlich ein goldenes Kalb zum Anbeten.

Kennst du das auch? Nach dem Gottesdienst drehen sich unsere Gespräche um alles Mögliche – nur nicht um Gott oder die Predigt. Am Montag wissen wir oft schon nicht mehr, was das Thema am Sonntag war. Wir sind wie der Fußballspieler, der für 222 Millionen den Verein wechselt – nie zufrieden, immer auf der Suche nach mehr. Wir vergleichen uns in sozialen Medien und werden unglücklich. Wir sind unzufrieden mit unserem Stand, unserem Besitz, unserer Situation.

Matthäus 6,33 fordert uns auf: "Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, dann wird euch das andere alles zufallen." Die Konsequenz für Israels Unglauben? 38 Jahre Wüstenwanderung. Nur Josua und Kaleb, die Gott vertrauten, durften das verheißene Land sehen.

Zufriedenheit entsteht durch Glauben an Gott, durch Dankbarkeit für die kleinen Dinge – das warme Wasser am Morgen, das Frühstück, die Sonne. Samuel Koch, nach seinem Unfall drei Monate ans Bett gefesselt, empfand tiefsten Frieden, als er das erste Mal wieder die Sonne sah. Matthäus 11 verspricht: "Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, und ich werde euch Ruhe geben."

Kolosser 3,15 fasst es zusammen: "Der Friede Christi regiere in euren Herzen und seid dankbar."

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