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Wohl dem Menschen, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen

Sonntag, 11. September 2016
43 Minuten

Wohl dem Menschen, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen

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Gott verspricht dir ein Leben, in dem es dir wirklich wohlgeht. Doch dieses Wohlergehen ist an eine klare Bedingung geknüpft: "Wohl dem, der nicht wandelt nach dem Rat der Gottlosen, noch tritt auf den Weg der Sünder, noch sitzt, wo die Spötter sitzen" (Psalm 1). Diese Worte sind keine altmodische Einschränkung, sondern ein liebevoller Schutz für dein Leben.

Der Rat der Gottlosen umgibt dich täglich – am Arbeitsplatz, in den Medien, im Internet. Es sind die scheinbar harmlosen Vorschläge: "Mach es doch schwarz", die verlockenden Kompromisse in der Partnerwahl, die spöttischen Witze über Gott und alles Heilige. Vielleicht denkst du, das färbt nicht ab. Doch was durch dein Ohr und Auge in deine Seele gelangt, legt sich wie Saatgut ab. Begossen und genährt kann es aufkeimen und dein Gottesbild verwaschen.

Die Geschichte eines Schülers an einer christlichen Schule zeigt das eindrücklich: Er lebte in der Schulgemeinschaft, traf sich aber heimlich mit den falschen Freunden. Als er gegen alle Regeln verstieß, stellte ihn der Schulleiter vor die Wahl. Erst als der Junge radikal mit seinem alten Umfeld brach und echte Buße tat, durfte er zurückkommen. Die Veränderung war dramatisch – plötzlich interessierte er sich für die Gemeinschaft, seine Noten verbesserten sich, sein ganzes Leben blühte auf.

Doch Psalm 1 bleibt nicht beim Negativen stehen. Er zeigt dir den positiven Weg: "Seine Lust hat am Gesetz des HERRN, und über sein Gesetz sinnt er nach Tag und Nacht." Hier wird es persönlich – hast du wirklich Lust am Wort Gottes? Nicht aus Pflichtgefühl, sondern mit echter Begeisterung? Wenn ein wichtiges Fußballspiel zur gleichen Zeit wie die Bibelstunde läuft – wofür schlägt dein Herz stärker?

Das Wort Gottes ist keine lästige Pflicht, sondern deine Lebensquelle. Der Mensch, der darin verwurzelt ist, wird wie ein Baum am Wasserbach beschrieben – er bringt Frucht zu seiner Zeit, seine Blätter verwelken nicht, und was er tut, gerät wohl. Gott pflanzt dich an diese gute Stelle, wo du durch sein Wort Kraft schöpfen kannst.

Der Gegensatz könnte nicht größer sein: Die Gottlosen sind wie Spreu, die der Wind verweht – ohne Bestand, ohne Wurzeln, ohne Zukunft vor Gott. Lass dich nicht täuschen von ihrem scheinbaren Erfolg, ihrem Reichtum, ihrer Freiheit. Am Ende zählt nur, ob du vor Gott bestehen kannst.

Die Einladung steht: Lebe mit Gottes Wort in der Hand. Lass es dich prägen, leiten und bestimmen – nicht als Pharisäer mit der Bibel als Waffe, sondern als jemand, der in jeder Alltagsentscheidung fragt: "Herr Jesus, leite mich durch deinen guten Geist."

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