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Woher bekomme ich Trost?

Sonntag, 17. Januar 2016
23 Minuten

Woher bekomme ich Trost?

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Gott spricht in Jesaja 66,13: „Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet." Diese Jahreslosung für 2016 zeigt uns etwas Grundlegendes: Wir alle brauchen Trost – in der Kindheit nach einem Sturz, in der Schule bei schlechten Noten, im Beruf bei Schwierigkeiten oder in der Liebe bei Enttäuschungen. Doch Gott bietet keinen billigen Trost an, kein Trostpflaster, das nur oberflächlich wirkt. Er kennt dich wirklich und kann deshalb echten, tiefen Trost geben.

Selbst große Männer Gottes wie Hiob brauchten Trost. Als Hiob alles verlor – sein Hab und Gut, seine Familie – standen seine Freunde ihm bei. Sie verabredeten sich, um zu ihm zu gehen und für ihn da zu sein. Das zeigt: Gott tröstet oft durch Menschen. Die Bibel ist voll von tröstenden Worten. In Psalm 23 heißt es: „Ob ich schon wanderte im finstern Tal, so fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir. Dein Stecken und Stab trösten mich." Jesaja, das Trostbuch der Bibel, wiederholt immer wieder: „Tröstet, tröstet mein Volk" (Jesaja 40,1).

Das Volk Israel brauchte diesen Trost dringend nach der langen Gefangenschaft in Babylon. Sie hatten alle Perspektive verloren, alle Hoffnung war aufgezehrt. Kennst du das auch? Momente, wo du denkst: „Es hat eh keinen Sinn"? Genau da ist Gott. Er redet freundlich zu dir, wie eine Mutter, die aus ihrer Erfahrung weiß: Es wird gut werden. Nicht vertrösten, sondern wirklich trösten.

Als Christen haben wir einen besonderen Vorteil: den Heiligen Geist, den Jesus den „Tröster" nennt (Johannes 14,26). Jesus selbst verspricht in Matthäus 28: „Siehe, ich bin bei euch bis an der Welt Ende." Du bist nicht allein. Und in Lukas 22 sagt Jesus zu Petrus: „Ich habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufhöre." Jesus tritt für dich am Thron Gottes ein.

Manchmal lässt Gott zu, dass wir durchgeschüttelt werden wie Weizen im Sieb – nicht um uns zu zerstören, sondern damit alles Unreine herausfällt und das reine Korn übrig bleibt. Gott hat alles im Griff. Die Frage ist: Wann hast du zuletzt jemanden ermutigt? Warte nicht darauf, getröstet zu werden – sei selbst ein Tröster.

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