Zwei Zwillinge unterhalten sich im Bauch ihrer Mutter. Der eine glaubt fest an ein Leben nach der Geburt – es wird heller sein, sie werden laufen und essen. Der andere hält das für Unsinn: "Mir ist noch keiner begegnet, der nach der Geburt zurückgekommen ist." Genauso unverständlich wie für diesen Zwilling ist für viele Menschen heute die Frage nach einem Leben nach dem Tod.
Mit jedem Herzschlag rückt dein Leben dem Zeitpunkt entgegen, wo du vom Diesseits ins Jenseits kommst. Die Uhr tickt unaufhaltsam weiter. Doch während das Leben weitergeht, machen sich wenige Menschen Gedanken über Himmel und Hölle. Eine Umfrage unter 400 Prominenten zeigte: Nur ein Prozent gab an, dass der Himmel ihre Lebensmotivation sei. Himmel und Hölle sind Tabuthemen geworden.
Dabei haben selbst große Gotteslästerer wie Heinrich Heine auf dem Sterbebett ihre Meinung radikal korrigiert. Heine schrieb: "Wenn man auf dem Sterbebett liegt, wird man sehr empfindsam und möchte Frieden machen mit Gott." Voltaires Krankenschwester berichtete: "Für alles Geld Europas möchte ich keinen Ungläubigen mehr sterben sehen. Er schrie die ganze Nacht um Vergebung."
Die Bibel spricht klar über beide Realitäten. In 2. Thessalonicher 1,6-9 beschreibt Paulus, dass es Menschen gibt, die nach Gottes Gerechtigkeit in den Himmel eingehen – nicht weil sie so gut sind, sondern weil sie das Opfer Jesu angenommen haben. Und es gibt andere, die nach ihrer selbst getroffenen Entscheidung ewig von Gott getrennt sein werden.
Offenbarung 21,3-4 zeigt: Im Himmel wird Gott alle Tränen abwischen. Kein Tod, kein Leid, kein Geschrei mehr. Es wird eine Hochzeit geben zwischen Jesus und seiner Gemeinde, ein großes Festmahl – herrlicher als alles, was wir je erlebt haben.
Die Hölle dagegen ist ein Ort ohne Gottes Gegenwart. Jesus selbst spricht häufiger über die Hölle als die Offenbarung. In Matthäus 10,28 warnt er eindringlich. Früher predigte man vielleicht zu oft über die Hölle, heute wahrscheinlich zu wenig. Wilhelm Pahls sagte treffend: "Früher hatte man Angst vor der Hölle. Heute hat man Angst, über die Hölle zu predigen."
In Offenbarung 20 liest du vom Buch des Lebens. Dort steht alles geschrieben – jeder Gedanke, jedes Wort, jede Tat. Die entscheidende Frage ist: Steht dein Name in diesem Buch? Hast du die Eintrittskarte von Jesus erhalten, als du sein Opfer angenommen hast? Jesaja 43,1 ermutigt: "Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst. Ich habe dich bei deinem Namen gerufen. Du bist mein."
