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Wirke, bis ich wieder komme

Sonntag, 2. April 2017
38 Minuten

Wirke, bis ich wieder komme

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Jesus befindet sich auf seiner letzten Reise nach Jerusalem. Er weiß, dass die schreckliche Hinrichtung am Kreuz vor ihm liegt. In Jericho macht er Halt beim Zöllner Zachäus – und was an dieser Begegnung so begeisternd ist: Die Initiative ging von Zachäus aus. Er wollte unbedingt wissen, wer dieser Jesus ist. Und genau dieser Eifer bleibt nicht unbelohnt.

Doch die Menschen um Jesus herum verstehen seinen Auftrag nicht. Weil er nun nach Jerusalem reist, meinen sie, das Reich Gottes werde in allernächster Zukunft anbrechen. Sie erwarten, dass Jesus dort die Herrschaft über Israel ergreifen wird. Selbst seine Jünger nehmen seine klaren Ankündigungen über seinen Leidensweg nicht richtig wahr. Deshalb erzählt Jesus ein Gleichnis.

Ein Mann aus vornehmer Familie reist in ein fernes Land, um sich dort zum König einsetzen zu lassen. Vor seiner Abreise ruft er zehn seiner Diener und gibt jedem ein Pfund – etwa vier Monatslöhne. "Arbeitet damit, bis ich wiederkomme", sagt er. Als der König zurückkehrt, rechnet er mit seinen Dienern ab. Der erste hat zehn Pfund erwirtschaftet, der zweite fünf – beide werden reich belohnt. Doch der dritte kommt und sagt: "Ich hatte Angst vor dir, deshalb habe ich dein Pfund im Tuch verwahrt." Der König antwortet hart: "Mit deinen eigenen Worten sprichst du dir das Urteil."

Was bedeutet dieses Gleichnis für dein Leben? Jesus macht deutlich: Er wird das Königreich noch nicht sofort aufrichten. Du lebst in einer Zeit der Bewährung. Wenn dir deine Sünden vergeben sind und du ewiges Leben hast, dann ist dir etwas anvertraut – allen gleich viel. Es ist egal, ob du arm oder reich bist, ob dir viele oder wenige Sünden vergeben wurden. Vor Gott sind alle treuen Nachfolger gleich viel wert.

Jesus überfordert dich nicht. Er erwartet nicht, dass du die Welt auf den Kopf stellst. Aber er will dich an der Arbeit finden, wenn er wiederkommt. Der dritte Diener kannte seinen Herrn, wusste um die Rettung – aber er war nicht bereit, Opfer zu bringen. Sein Motto: Hauptsache, ich bin gerettet. Er meinte, Gott müsse zufrieden sein, wenn er sich nur schlechter Handlungen enthält.

Doch du kannst dich nicht auf deiner Rettung ausruhen. Jesus will, dass du dem Heiligen Geist Raum gibst, dass die Rettung nicht nur für dich bleibt. Wie steht es um dein Pfund? Hast du es schön verpackt und verstaut? Behältst du, was Jesus dir aus Gnade geschenkt hat, nur für dich? In Lukas 19,11-27 findest du dieses eindringliche Gleichnis, das jeden ohne Ausnahme betrifft. Welch ein Lohn steht bereit, wenn Jesus wiederkommt und zu dir sagen kann: "Sehr gut, du bist ein tüchtiger Diener!"

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