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Wir. Dienen. Gott.

Samstag, 8. Februar 2014
37 Minuten

Wir. Dienen. Gott.

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Die Bundeswehr wirbt mit dem Slogan "Wir. Dienen. Deutschland." – drei Worte, die jeweils für sich stehen und doch zusammengehören. Dienen ist nicht populär, weder in der Welt noch manchmal in der Gemeinde. Es klingt nach Unterordnung, nach Leiden, nach etwas, das niemand wirklich will. Doch wenn du verstehst, wie Jesus Dienen meint, wird es zu etwas, das deine tiefsten Bedürfnisse stillt.

In Matthäus 25 liest du von drei Knechten, die unterschiedlich viele Talente erhalten – fünf, zwei und eins. Die ersten beiden verdoppeln ihre Talente und bekommen beide dieselbe Bewertung: "Recht so, du guter und treuer Knecht, über weniges warst du treu." Beide hatten unterschiedlich viel, aber beide waren treu mit dem, was sie hatten. Es geht nicht um die Quantität dessen, was du hast, sondern um die Qualität, wie du damit umgehst. Jeder von uns hat nur wenig im Vergleich zur Ewigkeit – und genau damit sollst du treu sein.

  1. Petrus 4,10 macht deutlich: "Wie jeder eine Gnadengabe empfangen hat, so dient damit einander als gute Verwalter der verschiedenartigen Gnade Gottes." Jeder hat eine Gabe bekommen. Die Gemeinde ist wie ein Leib mit vielen verschiedenen Gliedern. In 1. Korinther 12 siehst du: Es gibt Verschiedenheiten von Gnadengaben, aber es ist derselbe Geist. Verschiedenheiten von Diensten, aber derselbe Herr. Die Einheit kommt nicht durch uns, sondern durch Gott, der hinter jeder Gabe steht. Wenn neue Menschen in eine Gemeinde kommen, eröffnet Gott oft neue Dienstbereiche. Du bist kein Einzelkämpfer – du brauchst die anderen, und sie brauchen dich.

Lukas 17,7-10 zeigt ein ungemütliches Bild: Jesus spricht von einem Sklaven, der nach getaner Arbeit nicht sofort zu Tisch geht, sondern erst seinem Herrn dient. "Wir sind unnütze Sklaven, wir haben getan, was wir zu tun schuldig waren." Das klingt hart, aber vergiss nicht, wem du dienst. Es ist nicht irgendein Herrscher, sondern Gott der Allmächtige. Das ist die größte Ehre, die einem Diener zuteil werden kann.

Markus 10,45 zeigt den entscheidenden Unterschied: "Denn auch der Sohn des Menschen ist nicht gekommen, um bedient zu werden, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele." Jesus, der Schöpfer des Universums, kniete sich hin und wusch seinen Jüngern die Füße – sogar seinem Verräter. Wenn Gott selbst seiner Schöpfung diente, wie können wir behaupten, wir bräuchten das nicht?

Johannes 12,26 verbindet Dienst mit Nähe zu Gott: "Wenn mir jemand dient, so folge er mir nach. Und wo ich bin, da wird auch mein Diener sein." Dienen ist nicht getrennt von der Begegnung mit Gott. Wenn du in seiner Nähe bist, wirst du richtig dienen. Wenn du dich auf ihn ausrichtest, kann er durch dich Großes tun. Wir dienen Gott – weil wir einander brauchen, weil wir Diener sind, und weil er unsere Motivation und unser Ziel ist.

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