Jeden Tag stehst du an Kreuzungen und musst Entscheidungen treffen. Manche scheinen unbedeutend – eine halbe Stunde länger schlafen oder pünktlich zum Gottesdienst kommen, eine oder zwei Pizzen essen. Doch selbst diese kleinen Entscheidungen zeigen, was dir wichtig ist und können langfristige Folgen haben. Eine Krankenschwester, die 15 Jahre in der Sterbebegleitung arbeitete, berichtete: Fast jeder Sterbende klagt rückblickend über falsche Entscheidungen – in Bezug auf sein Seelenheil, die Familie, die Ehe, den Beruf. Doch wenn du kurz vor dem Sterben stehst, ist es zu spät, etwas zu ändern.
Hiob beschreibt in Kapitel 14, Vers 1-3, wie vergänglich der Mensch ist: "Er blüht auf wie eine Blume und verwelkt, er verschwindet wie ein Schatten und fort ist er." Warum treffen Menschen so oft falsche Entscheidungen? Weil wir uns vom Bösen leiten lassen – von schnellem Profit, Ruhm, Ehre, Macht. Am Anfang scheint es nur eine Kleinigkeit zu sein. Doch die Sünde ist wie ein Sumpf, der dich langsam hineinzieht, bis du nicht mehr herauskommst.
Die Geschichte von Jakob und Esau zeigt dies eindrücklich. Beide lebten in einer gottlosen Umgebung, ähnlich unserer Zeit. Esau gab sein Erstgeburtsrecht für eine Linsensuppe her – gleichgültig gegenüber Gottes Verheißung. Jakob handelte mit List und Betrug, manipuliert von seiner Mutter Rebecca. Eine falsche Entscheidung folgte der nächsten. Die Konsequenz? Jakob musste 21 Jahre fliehen und bei Laban dienen. Den Betrug, den er ausübte, erntete er selbst von seinem Schwiegervater.
Erst am Jabbok, als Jakob mit dem Engel rang und mit seiner Vergangenheit aufräumte, machte Gott aus dem Betrüger einen Gotteskämpfer – aus Jakob wurde Israel. Setz dich mit deiner Vergangenheit auseinander, solange es noch Zeit ist. Prediger 12, Vers 13 fasst alles zusammen: "Fürchte Gott und halte seine Gebote, denn das gilt für alle Menschen." Lass Gott dein Navigationsgerät sein. Bitte ihn um Rat, vertraue ihm und sei ihm gehorsam. Psalm 90 betet: "Lehre uns, unsere Tage zu zählen, dass wir ein weises Herz bekommen."
