Jesus Christus ist auferstanden – das ist die frohe Botschaft von Ostern. Durch seinen Sieg über den Tod ist deine Sünde vergeben, die Macht des Satans gebrochen. Du darfst als Kind Gottes siegreich durchs Leben gehen. Doch die entscheidende Frage ist: Spüren wir diese Osterfreude nur heute, oder begleitet sie uns das ganze Jahr hindurch? Was bedeutet diese Botschaft wirklich für dein persönliches Leben?
Die Glaubenshelden des Alten Testaments glaubten an eine Verheißung, die sie nie mit eigenen Augen sahen. Wir hingegen leben fast 2000 Jahre nach der Auferstehung. Dieses Ereignis hat den Zugang zum himmlischen Vater eröffnet und das Vater-Kind-Verhältnis wiederhergestellt. Doch manchmal strauchelt unser Glaube genau dann, wenn es konkret wird in unserem Leben.
Thomas, einer der zwölf Jünger, erlebte drei Jahre lang hautnah mit, wie Jesus Kranke heilte, Tausende speiste und Dämonen austrieb. Er war beim letzten Abendmahl dabei, sah Jesus gefangen genommen, gefoltert, gekreuzigt und begraben werden. Alle Hoffnung war erloschen. Als die anderen Jünger ihm berichteten "Wir haben den Herrn gesehen", antwortete Thomas in Johannes 20: "Wenn ich nicht in seinen Händen die Nägelmale sehe und meinen Finger in die Nägelmale lege und meine Hand in seine Seite lege, kann ich es nicht glauben."
Dabei hatte Jesus seinen Jüngern mindestens dreimal angekündigt, dass er leiden, sterben und am dritten Tag auferstehen würde (Matthäus 16,21). Doch sie konnten es nicht annehmen. Petrus fuhr Jesus sogar an: "Gott bewahre dich, Herr, das widerfahre dir nicht!" Die Jünger waren so mit ihren eigenen Plänen beschäftigt – sie diskutierten noch kurz vor Gethsemane, wer der Größte im kommenden Reich sein würde.
Glaube ist Annahme. Du musst den Plan Gottes für dein Leben annehmen, auch wenn er sich mit deinen eigenen Plänen kreuzt. Wenn die gewünschte Ausbildungsstelle nicht klappt, wenn Krankheit kommt, wenn Dinge nicht so laufen wie geplant – stellst du dann Fragezeichen? Annahme bewirkt Vertrauen und hilft dir, die Wege Gottes zu verstehen.
Was Jesus mit Thomas tat, schenkt Hoffnung: Er begegnete ihm persönlich, baute ihn auf. Thomas war der Erste, der vor Jesus niederfiel und bekannte: "Mein Herr und mein Gott!" Jesus sagte zu Petrus: "Ich habe für dich gebetet, dass dein Glaube nicht aufhöre." Diese gleiche Fürbitte gilt dir heute. Die Kraft, die Jesus von den Toten auferweckte, wirkt auch in dir. Johannes 20,31 sagt: Diese Zeichen sind geschehen, damit du glaubst und durch den Glauben das Leben hast in seinem Namen.
