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Wie beeinflusst Denken mein Handeln? Teil 2

Samstag, 2. November 2013
47 Minuten

Wie beeinflusst Denken mein Handeln? Teil 2

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Johannes 12 beschreibt Menschen, die zu den Jüngern kamen mit einer einfachen Bitte: "Herr, wir wollten gerne Jesus sehen." Diese Worte klingen wie ein Echo durch die Zeit. Die Welt hat genug Menschen gesehen, genug Theologie gehört. Sie möchte Jesus sehen - in dir, in mir, in unserem Leben. Nicht nur am Sonntag, sondern 24/7, echt und ohne Fassade.

Wenn wir denken wollen wie Jesus, müssen wir uns mit drei grundlegenden Wahrheiten auseinandersetzen: Erstens, Nachfolge ist wichtiger als ein Bekenntnis. In Matthäus 15 konfrontiert Jesus Menschen, die ihn mit ihren Lippen ehren, deren Herz aber fern von ihm ist. Wie die Gemeinde in Offenbarung 3, die äußerlich reich erscheint, innerlich aber elend, jämmerlich und arm ist. Jesus interessiert sich für deine innere Struktur, nicht für deine religiöse Fassade. Er fragt nicht nach deinem Bekenntnis, sondern nach deiner Wirklichkeit.

Zweitens, Liebe ist wichtiger als das Handeln. Dreimal fragt Jesus Petrus in Johannes 21: "Hast du mich lieb?" Erst dann kommt der Auftrag: "Weide meine Schafe." Paulus beschreibt in Philipper 1, wie manche Christus aus Neid und Streitsucht verkündigen, andere aber aus Liebe. Was treibt dich? Wenn du im Chor singst, in der Sonntagsschule dienst, Mission treibst - warum tust du es? Die Gemeinde in Ephesus hatte Werke, Mühe und Ausdauer, aber die innere Struktur war krank. Sie hatte die erste Liebe verlassen.

Drittens, Hingabe ist wichtiger als Begabung. In Johannes 6 bringt ein Junge fünf Brote und zwei Fische. Die Jünger wären nie zu diesem Kind gegangen - zu wenig, zu unbedeutend. Aber der Junge hörte das Problem und brachte, was er hatte. Jesus nahm es, dankte und speiste Tausende. Du denkst vielleicht, du hast nicht genug, kannst nicht genug. Aber Gott schaut auf deine Hingabe, nicht auf deine Begabung.

Die Welt will Jesus sehen. Jesu Antwort darauf? "Die Stunde ist gekommen, in der der Menschensohn verherrlicht wird." Dann erklärt er: "Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein. Wenn es aber stirbt, bringt es viel Frucht." Das ist der Weg. Nicht perfekte Theologie, sondern die Frucht des Geistes: Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit - das wollen Menschen sehen.

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