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Werkzeuge des Friedens

Samstag, 8. September 2012
37 Minuten

Werkzeuge des Friedens

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Paulus grüßt die Gemeinde in Ephesus mit den Worten: "Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater und dem Herrn Jesus Christus." Dann zählt er auf, welchen unermesslichen Reichtum wir in Jesus Christus haben. Doch dieses Vorrecht, ein Kind Gottes zu sein und diese wunderbare Gemeinschaft zu genießen, können wir nur dann in vollem Maß erleben, wenn dieser Friede in unserem Herzen herrscht. Jesus sagt: "Selig sind die Friedfertigen, denn sie werden Gottes Kinder heißen."

Was charakterisiert dich eigentlich als Kind Gottes? Das berühmte Friedensgebet von Franziskus von Assisi gibt darauf eine kraftvolle Antwort: "Herr, mach mich zum Werkzeug deines Friedens." Franziskus war ein reicher Kaufmannssohn, der nach einer Gottesbegegnung sein Leben radikal änderte. Er verzichtete auf sein Erbe, lebte in Armut und predigte das Evangelium. Sein Gebet zeigt uns, wie wir als Werkzeuge in Gottes Hand leben können.

Du kannst dich gebrauchen lassen – entweder von Gott als Werkzeug des Friedens oder vom Feind als Werkzeug des Unfriedens. Gerade wenn Streit entsteht, wird oft einer von uns benutzt, um Unfrieden zu stiften. Doch Gott hat dich erwählt, wie Paulus schreibt, "dass wir sein sollen heilig und unsträflich vor ihm in der Liebe" – zum Lob seiner herrlichen Gnade. Du bist dazu da, dass du durch dein Leben Gott verherrlichst.

Franziskus bittet Gott um die Kraft zu lieben, wo gehasst wird, zu verzeihen, wo beleidigt wird, zu verbinden, wo Streit ist. Er bittet um Mut, die Wahrheit zu sagen, wo Irrtum herrscht, Glauben zu bringen, wo Zweifel droht, Hoffnung zu wecken, wo Verzweiflung quält, Licht zu entzünden, wo Finsternis regiert, und Freude zu bringen, wo Kummer wohnt. Das alles kannst du als Christ in diese Welt tragen.

Der entscheidende Punkt kommt dann: "Herr, lass mich trachten – nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste. Nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe. Nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe." Wenn du verschwenderisch bist in der Liebe zum anderen, wirst du selbst am meisten beschenkt. Wer sich hingibt, der empfängt. Wer sich selbst vergisst, der findet. Wer verzeiht, dem wird verziehen.

Jesus ist dein Vorbild – er hat sich für dich vergessen, sich für dich geopfert. Ein Schildchen mit der Aufschrift "Christ" macht dich nicht selig. Es muss tiefer in dir sein. Bitte Gott, dass er dich zu einem geschickten Werkzeug seines Friedens macht – denn selig sind die Friedfertigen, denn sie werden Kinder Gottes heißen.

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