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Weihnachten - das Fest der Gesinnung

Sonntag, 20. Dezember 2015
27 Minuten

Weihnachten - das Fest der Gesinnung

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In vier Tagen ist Weihnachten. Überall leuchten Häuser, Gärten und Balkone – es scheint, als würde die ganze Welt auf das Weihnachtskind warten. Doch der Schein trügt. Die meisten Menschen wissen wenig über dieses Kind, das in Bethlehem geboren wurde. Stattdessen beschäftigen sie sich mit Fragen nach weißer Weihnacht oder fühlen sich gestresst vom Fest. Fast jeder Fünfte würde Weihnachten am liebsten ganz abschaffen, zeigt eine Umfrage. Jeder Vierte steht massiv unter Druck, jeder Sechste erlebt dicke Luft zu Hause.

Dabei bedeutet Advent "Ankunft" – eine Zeit der Stille, der Besinnung und Vorbereitung. Genau das Gegenteil von Rummel, Stress und Hektik. Gott kann nur zu stillen Herzen sprechen, und gerade in dieser Zeit sollten wir stille werden können.

Paulus zeigt uns in Philipper 2,1-11 eine andere Gesinnung: Ermahnung in Christus, Trost der Liebe, Gemeinschaft des Geistes, herzliche Liebe und Barmherzigkeit. Er beschreibt, wie Christen miteinander leben sollten – ein Stück vom Himmel hier auf Erden. Doch er kennt auch die Hindernisse: Selbstsucht und Eitelkeit. Seine Forderung läuft dem menschlichen Wesen entgegen: "Nichts tut aus Zank oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den anderen höher als sich selbst."

Den anderen höher achten bedeutet nicht, dich selbst geringer zu schätzen. Es geht um eine Wertschätzung, die unabhängig von Fähigkeiten und Herkunft ist – allein darin begründet, dass der Nächste ein Kind Gottes ist. Die Grundüberlegung sollte nicht sein, was es dir bringt, sondern was du beitragen kannst.

Paulus zeigt uns das höchste Vorbild: Jesus Christus. Er war in göttlicher Gestalt, verzichtete aber auf alles, nahm Knechtsgestalt an und wurde uns Menschen gleich. Er erniedrigte sich bis zum Tod am Kreuz – freiwillig, für dich und mich. Jesus sah nicht auf das Seine, sondern auf das, was uns dient. Weihnachten ist der größte Ausdruck von Selbstverleugnung.

Vielleicht entschließt du dich diese Weihnachten, dich nicht so wichtig zu nehmen und das Wohl des Nächsten zu suchen. Dann kann Weihnachten zu einem ganz besonderen Fest werden – nicht nur ein Fest der Besinnung, sondern der Gesinnung.

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