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Was ist wenn... ...die Bibel wahr ist

Sonntag, 28. Juli 2019
51 Minuten

Was ist wenn... ...die Bibel wahr ist

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Die Bibel ist wahr – aber glaubst du das wirklich? In Deutschland vertrittst du damit eine Minderheitenmeinung von vielleicht ein bis zwei Prozent. Die meisten Menschen sehen die Bibel bestenfalls als guten Ratgeber fürs Leben, als Sammlung moralischer Prinzipien. Doch die Bibel erhebt einen viel größeren Anspruch: Sie behauptet, Gottes direktes Wort zu sein, seine Gebrauchsanweisung für ein gelingendes Leben – hier und in der Ewigkeit.

Petrus fordert uns in 1. Petrus 3,15 auf, allezeit bereit zu sein zur Verantwortung gegenüber jedermann, der Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in uns ist. Kannst du deinen Glauben begründen? Glaubst du aus Überzeugung oder aus Gewohnheit? Der christliche Glaube ist kein blindes Vertrauen, sondern gründet sich auf Fakten und Tatsachen.

Die Konsequenzen sind gewaltig. Die Bibel sagt, dass wir unsterbliche Wesen sind, dass nach unserem Tod unser Geist ewig weiterlebt – entweder bei Gott oder getrennt von ihm. Sie zeigt den einzigen Weg, wie wir die Ewigkeit mit Gott verbringen können. Wenn wir die Gebrauchsanweisung des Schöpfers ignorieren, steuern wir auf einen Super-GAU zu – spätestens beim endgültigen Gericht, von dem die Bibel klar spricht.

Was spricht dafür, dass die Bibel wahr ist? Da ist zunächst ihre innere Einheit: Mindestens 40 Autoren über 1600 Jahre hinweg – von Mose in Ägypten über Daniel in Babylon bis zu Johannes, dem Fischer – schrieben an diesem Buch. Könige, Propheten, Hirten, Menschen aus völlig unterschiedlichen Kulturen und Zeiten. Und doch passt alles perfekt zusammen, ein roter Faden zieht sich durch. Das ist nur möglich, wenn ein Chefredakteur dahintersteht.

Besonders faszinierend ist die erfüllte Prophetie – Gottes Siegel auf sein Wort. Im Buch Hesekiel wiederholt Gott 77 Mal: "Dann werdet ihr erkennen, dass ich der Herr bin." Woran? Daran, dass sich seine Voraussagen erfüllen. Über Jesus allein gibt es im Alten Testament mehr als 300 detaillierte Prophetien: Geburt in Bethlehem (Micha 5), von einer Jungfrau (Jesaja 7), Tod und Auferstehung (Psalm 16), Begräbnis im Grab eines Reichen (Jesaja 53).

Aber es geht noch weiter: In Daniel 9,25-26 wird exakt vorausgesagt, wann der Messias auftreten sollte. Sir Robert Anderson, Chef von Scotland Yard und Bibelausleger, rechnete dies detailliert nach: Vom Erlass des Artaxerxes zum Wiederaufbau Jerusalems (445 v.Chr.) bis zum Palmsonntag (32 n.Chr.) sind es exakt 173.880 Tage – genau 69 Jahrwochen à 7 Jahre à 360 Tage. Fünf Tage später wurde Jesus gekreuzigt, 40 Jahre später Jerusalem zerstört – alles vorhergesagt im 6. Jahrhundert vor Christus.

Doch die Bibel ist mehr als ein Gesetzbuch. Sie ist ein Geschichtsbuch – Gottes Geschichte mit der Welt. Von der Schöpfung bis zum neuen Himmel und zur neuen Erde erzählt sie, wie Gott eine gefallene Menschheit mit sich versöhnt. Das ganze Alte Testament läuft zu auf den einen, der kommen sollte: Jesus Christus, der stellvertretend für alle Menschen stirbt.

Das ist die frohe Botschaft: Wer im Glauben annimmt, dass Jesus für seine Sünde gestorben ist, wer Buße tut und nach Gottes Maßstab leben will, bekommt eine lebendige Beziehung zum Schöpfergott. In 1. Petrus 3,18 steht: "Christus hat einmal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führte."

Die Bibel zeigt nicht nur, wie wir mit Gott in Ordnung kommen, sondern auch, wie es danach weitergeht. Sie ist die Landkarte des Christen, die uns lehrt, in den Wegen des Willens Gottes zu gehen. Entscheidend ist die Herzenshaltung: Lesen wir mit der Bereitschaft zu gehorchen? "Dein Wille geschehe" – meinen wir das wirklich?

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