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Was hindert, dass ich getauft werde

Sonntag, 22. April 2018
32 Minuten

Was hindert, dass ich getauft werde

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Die Geschichte des äthiopischen Kämmerers aus Apostelgeschichte 8 zeigt uns, wie Gott sich um jeden Menschen kümmert, der ihn sucht. Dieser Mann war reich, er war der Finanzminister der äthiopischen Königin – vergleichbar mit einem der mächtigsten Männer eines Landes. Doch all sein Reichtum konnte ihn nicht zufriedenstellen. Er hatte eine weite Reise nach Jerusalem unternommen, um Gott anzubeten, doch dort musste er eine bittere Enttäuschung erleben: Nach dem alttestamentlichen Gesetz durfte er als Eunuch gar nicht im Tempel anbeten.

Doch Gott lässt niemanden im Stich, der ihn sucht. Er sendet einen Engel zu Philippus, dem Evangelisten, mit einem ungewöhnlichen Auftrag: "Steh auf und geh in die Wüste, auf die einsame Straße von Jerusalem nach Gaza." Keine genaue Aufgabenbeschreibung, nur ein Ort. 80 bis 100 Kilometer Fußmarsch. Doch Philippus gehorcht einfach.

Auf dieser Straße sitzt der Kämmerer in seinem Wagen und liest aus der Jesaja-Rolle – ein kostbares Dokument, das er sich in Jerusalem besorgt hatte. Er liest von einem Schaf, das zur Schlachtung geführt wird, das stumm bleibt vor seinem Scherer. Doch er versteht nicht, wovon der Prophet spricht. Genau in diesem Moment spricht der Geist Gottes zu Philippus: "Tritt hinzu zu diesem Wagen."

Philippus fragt mutig: "Verstehst du überhaupt, was du da liest?" Die Antwort des mächtigen Mannes zeigt seine Herzenshaltung: "Wie kann ich denn, wenn mich nicht jemand anleitet?" Dann erklärt Philippus ihm, dass dieser Text von Jesus handelt – von dem, der wie ein Schaf zur Schlachtung geführt wurde, weil er deine und meine Schuld auf sich nehmen wollte. Jesus schwieg vor Gericht, weil er die Strafe für uns tragen wollte.

Während Philippus spricht, bewirkt der Geist Gottes etwas im Herzen des Kämmerers. Er beginnt zu glauben, dass Jesus tatsächlich der Sohn Gottes ist. Plötzlich kommen sie zu einer Wasserstelle – mitten in der Wüste. Der Kämmerer stellt die entscheidende Frage: "Was hindert mich denn, getauft zu werden?" Philippus antwortet: "Wenn du von ganzem Herzen glaubst, so ist es erlaubt." Das Bekenntnis kommt sofort: "Ich glaube, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist."

Sie steigen beide ins Wasser hinab, und der Kämmerer wird getauft. Als sie herauskommen, entrückt Gott den Philippus übernatürlich an einen anderen Ort. Der Kämmerer aber zieht seinen Weg weiter – voller Freude. Nicht traurig, nicht enttäuscht, sondern freudig. Denn er hatte gefunden, wonach er gesucht hatte: Frieden mit Gott durch Jesus Christus.

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