Jesus ist das Ebenbild Gottes, und du bist zu seinem Ebenbild geschaffen – geliebt, gewünscht und gewollt. Diese Wahrheit aus 1. Mose zieht sich durch die gesamte Menschheit, durch alle Nationen und Kulturen. Doch wie schnell vergessen wir als Christen genau das: Wir sprechen von unserem lieben Heiland, aber sobald jemand in Sünde fällt, ist es mit der Liebe oft vorbei. Genau wie Jona, der nicht nach Ninive gehen wollte, entfernen wir uns von Menschen, die wir für unwürdig halten.
In Apostelgeschichte 3 begegnen Petrus und Johannes einem Mann, der von Geburt an gelähmt ist. Täglich wird er zum Tempel gebracht, um zu betteln. Er erwartet von den Aposteln nur ein Almosen – eine kleine Gabe, um seinen Alltag zu meistern. Doch Petrus und Johannes haben etwas viel Wertvolleres. "Silber und Gold habe ich nicht", sagt Petrus, "aber was ich habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi von Nazareth, steh auf und geh umher!"
Von uns aus haben wir tatsächlich nichts zu bieten. Unsere Ressourcen sind schnell am Ende, unsere Kraft begrenzt. Aber wir haben Jesus. Die entscheidende Frage ist: Bist du wirklich von Jesus überzeugt? Nicht nur im Kopf, sondern im Herzen? Menschen erwarten von Christen eher Liebe und Güte als von anderen – aber spüren sie bei dir diese Überzeugung?
Die Apostel waren auf dem Weg zum Gebet, als dieses Wunder geschah. Sie hatten drei feste Gebetszeiten am Tag, wie es im Judentum üblich war. Der Psalmist sagt in Psalm 55,18: "Des Abends, des Morgens und des Mittags will ich klagen und heulen, so wird er meine Stimme hören." Ohne Gebet können wir im Reich Gottes nichts bewirken. Gebet ist keine Einbahnstraße, sondern ein Dialog, in dem Gott zu uns spricht und uns verändert.
Der geheilte Mann springt auf, läuft umher und lobt Gott. Er hat Jesus erlebt und erfahren. Menschen brauchen nicht nur materielle Hilfe – sie brauchen Jesus. Doch damit sie das erkennen, müssen sie es dir abspüren können. Deine Leidenschaft für Jesus muss sichtbar werden. Es reicht nicht, einfach eine Einladung zu verteilen. Menschen müssen merken, dass es dir wirklich wichtig ist, dass du sie wirklich liebst.
Wenn wir geistlich wachsen wollen, müssen wir zu Gott kommen und ihn darum bitten. Wir brauchen gemeinsames Bibelstudium und Gebet als Gemeinde. Jede Erweckungsbewegung begann mit Menschen, die es ernst meinten, die auf die Knie gingen und für andere beteten. Was hast du also als Christ zu bieten? Jesus – den lebendigen Retter, der alle Menschen liebt und der möchte, dass sie zu ihm kommen.
