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Was Gethsemane uns über's Beten zeigt

Sonntag, 22. Juni 2025
48 Minuten
Was Gethsemane uns über's Beten zeigt

In Gethsemane kämpfte Jesus den entscheidenden Kampf – nicht am Kreuz, sondern im Gebet. Während seine Jünger schliefen, rang der Sohn Gottes mit dem Vater um einen anderen Weg und fand doch immer wieder zu denselben Worten zurück: "Nicht was ich will, sondern was du willst." Diese Nacht zeigt uns, wie echtes Gebet aussieht, wenn alles auf dem Spiel steht.

Wie oft beten wir eigentlich? Würde es jemanden überraschen, wenn wir sagen "Ich gehe jetzt beten"? Jesus betete mit einer Hingabe, die aus tiefstem Herzen kam. Er nannte Gott "Abba, Vater" – ein Ausdruck intimster Vertrautheit. Und durch Galater 3,26-4,6 wissen wir: Auch wir dürfen so beten. Auch wir sind Söhne und Töchter. Glauben wir das wirklich, wenn wir zu Gott kommen?

Die Jünger verstanden nicht, in welchem Kampf sie standen. Sie sahen die Sünde nicht als den brüllenden Löwen, vor dem Petrus später in seinem Brief warnt. Sie hatten keine Ahnung, dass sie ihren Herrn in wenigen Stunden verlassen würden. Deshalb schliefen sie – dreimal. Und Jesus? Er betete weiter. Ausdauernd. Trotz ihrer Enttäuschung.

Ohne Gebet kämpfen wir nicht. Und ohne Kampf können wir nicht siegen. Wodurch ersetzt du eigentlich dein Gebet? Durch Arbeit, durch Ablenkung, durch vermeintliche Entspannung? Gebet ist keine passive Unfähigkeit – es ist eine aktive Entscheidung. Und es ist die Waffe, die Gott uns gegeben hat, um im geistlichen Kampf zu bestehen.

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