Noah lebte in einer Zeit, in der das Dichten und Trachten der Menschen nur böse war – immerdar. Die Bibel sagt in 1. Mose 6, dass es Gott bekümmerte in seinem Herzen, dass er die Menschen gemacht hatte. Die Bosheit war so groß geworden, dass Gott beschloss, alles zu vernichten. Doch dann kommt dieser eine Vers, der wie ein Lichtblick erscheint: "Aber Noah fand Gnade vor dem Herrn."
Was machte Noah anders? Er war ein suchender Mensch nach Gott. Um Gnade bei Gott zu finden, musst du Gott suchen. Noah war ein frommer Mann, ohne Tadel zu seinen Zeiten, und er wandelte mit Gott – mitten in einer verdorbenen Gesellschaft. Gott konnte mit diesem einen Menschen seine Geschichte weiterschreiben. Stell dir vor: Wenn Noah nicht gottesfürchtig gelebt hätte, gäbe es uns heute nicht. Durch ihn sicherte Gott die gesamte menschliche Rasse.
Als Gott Noah den Auftrag gab, eine Arche zu bauen – 300 Ellen lang, so groß wie ein Fußballfeld – muss das für die Menschen um ihn herum völlig verrückt gewirkt haben. Noah lebte im Hochgebirge, wo kein Wasser hinkommen konnte. Vielleicht hatte es bis dahin noch nie geregnet. Die Menschen haben ihn sicher belächelt, verspottet, für dumm gehalten. Aber die Bibel sagt zweimal: "Und Noah tat alles, was ihm der Herr gebot."
Noah war laut 1. Petrus ein Prediger der Gerechtigkeit. Er duckte sich nicht weg vor seiner Zeit, sondern verkündete in Liebe die Wahrheit. Dein Erfolg ist nicht davon abhängig, wie viele Menschen sich bekehren – aber dein Gehorsam ist wichtig. Noah handelte im einfachen Gehorsam Gott gegenüber, auch wenn er nicht verstand, wie alles ausgehen würde.
Als Noah nach der Sintflut aus der Arche kam, war das Erste, was er tat, Gott ein Brandopfer zu bringen. Er nahm das Beste, was er hatte, und dankte Gott aus ganzem Herzen. Die Bibel sagt: "Und der Herr roch den lieblichen Geruch." Gott achtet genau darauf, wie du lebst und aus welcher Herzenshaltung heraus du handelst. Noahs Dankbarkeit bewegte Gott dazu, einen Bund mit ihm zu schließen und den Regenbogen als Zeichen zu setzen – ein Zeichen, dass Gott Frieden mit der Menschheit geschlossen hat.
Vielleicht stehst du heute an einem Punkt, wo du nicht weißt, wie es im neuen Jahr weitergehen wird. Vielleicht fühlst du dich wie ein gespannter Bogen, der nicht mehr kann. Aber Gott zielt auf ein Ziel, das du noch nicht siehst. Er spannt den Bogen genau so weit, wie nötig ist, um dich an sein Ziel zu bringen. Gib nicht auf. Vertrau dich Gott an wie Noah – auch wenn du nicht jede Situation verstehst. Gott hat etwas Gutes mit dir vor.
