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Vater Unser - Dein Name werde geheiligt

Sonntag, 9. Januar 2011
38 Minuten

Vater Unser - Dein Name werde geheiligt

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Das Vaterunser ist das bekannteste Gebet der Christenheit, doch es ist weit mehr als nur eine Gebetsformel. Es ist eine Lehre, die Jesus selbst seinen Jüngern gegeben hat. Jesus lehrte seine Jünger nicht nur Worte zu sprechen, sondern eine Haltung einzunehmen, die unser gesamtes Leben prägt.

Bevor Jesus dieses Gebet lehrte, stellte er eine radikale Forderung: Gott will weder Heuchelei noch viele Worte von uns. Die Pharisäer beteten an Straßenecken, damit alle sie sehen konnten – sie hatten ihren Lohn bereits erhalten: die Bewunderung der Menschen. Aber was ist mit der Nähe zu Gott?

Jesus fordert uns auf, ins Kämmerlein zu gehen, die Tür zu schließen und im Verborgenen zu beten. Wie bei einer Telefonzelle, die erst Licht gibt, wenn du die Tür schließt – so leuchtet Gottes Gegenwart auf, wenn wir uns bewusst mit ihm allein zurückziehen. Ist dein Gebet ehrlich? Oder nur Routine, die automatisch abläuft?

Dann beginnt das Vaterunser mit einer gewaltigen Wahrheit: "Unser Vater in dem Himmel." Dieser mächtige Gott, für den selbst Salomos prächtiger Tempel zu klein war, wohnt an einem Ort, den wir uns nicht vorstellen können. Nur Mose durfte einen kurzen Blick auf seine Herrlichkeit erhaschen – und fiel anbetend nieder. Petrus wollte auf dem Berg der Verklärung am liebsten bleiben: "Wie gut ist es, dass wir hier sind!"

Und genau diesen erhabenen Gott dürfen wir "Vater" nennen! Durch Jesus Christus sind wir keine Fremden mehr, sondern rechtmäßige Erben. Beachte: Jesus sagt nicht "mein Vater", sondern "unser Vater" – wir sind keine Einzelkinder, sondern Geschwister in einer großen Familie.

"Dein Name werde geheiligt" – diese Bitte fordert uns heraus. Wie kann ein Name geheiligt werden, der bereits heilig ist? Gott ist nicht unser Kumpel – er ist der heilige Vater. Sein Name bedeutet "ganz", "vollkommen". Wie schnell entheiligen wir Gottes Namen durch Misstrauen, wenn wir uns auf andere Dinge verlassen statt auf ihn! Wie oft bringen wir mit unseren Worten Ehre, aber mit unseren Taten Schande über seinen Namen?

Bist du bereit, durch dein Leben ein Licht zu sein, damit andere den heiligen Gott erkennen können?

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