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Überwinde das Böse durch das Gute

Samstag, 15. Januar 2011
30 Minuten

Überwinde das Böse durch das Gute

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Seit dem Sündenfall tobt ein Kampf in dieser Welt – zwischen Gut und Böse. Dieser Kampf ist keine Erfindung Hollywoods, sondern bittere Realität in deinem Alltag. Vielleicht erlebst du ihn gerade in deiner Ehe, wo Verletzungen sich häufen. Oder in der Nachbarschaft, wo deine guten Taten mit Undankbarkeit beantwortet werden. Möglicherweise sogar in der Gemeinde, wo ein unbedachtes Wort tiefe Risse hinterlässt.

Römer 12,21 gibt uns eine klare Anweisung: "Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse durch das Gute." Aber wie soll das praktisch funktionieren? Paulus spricht hier nicht von großen Weltverbesserungsplänen, sondern von deinen ganz alltäglichen zwischenmenschlichen Beziehungen.

Das Böse ist jede feindliche Macht, die sich Gottes Willen entgegenstellt. Selbst als Christ bist du nicht automatisch davor geschützt, in Sünde zu fallen. Du stehst täglich in diesem Kampf.

Doch Paulus gibt dir konkrete Werkzeuge an die Hand: Hasse jede Form von Bosheit und nimm aktiv Stellung dagegen. Sei getrieben von echter, ungeheuchelter Liebe. Und hier kommt das Radikale: Segne deine Gegner! Tue dein Möglichstes für den Frieden. Ergreife die Initiative und tue das Unerwartete.

Die Geschichte vom Evangelisten Da Pozzo zeigt eindrücklich, was geschehen kann, wenn du Böses mit Gutem vergiltst. 1943 stand er im Konzentrationslager vor einem gedeckten Tisch – hungrig, erschöpft, verwundet. Das Essen war nicht für ihn bestimmt, sondern für seinen Peiniger, der genüsslich vor seinen Augen speiste. Jahre nach dem Krieg suchte er seinen ehemaligen Peiniger auf – nicht um Rache zu nehmen, sondern um ihm einen Kuchen zu bringen. Das Ergebnis? Der Kommandant bekehrte sich zu Christus. Diese Geschichte zeigt uns einen Weg auf, der allem widerspricht, was unsere natürlichen Instinkte uns eingeben.

Woher nimmst du die Kraft für solch radikale Liebe? Indem du erkennst: Gott selbst hat das Böse mit dem Guten überwunden. Du warst sein Feind, doch er gab Jesus für dich hin. Dieses Geschenk motiviert dich, Jesus nachzufolgen, der nicht schmähte, als er geschmäht wurde (1. Petrus 2,23).

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