Zusammenfassung
Stell dir eine Militäreinheit vor, die nach einem anstrengenden Marsch mit voller Ausrüstung zurückkehrt – hungrig, erschöpft, bereit fürs Frühstück. Doch es gibt eine Regel: Entweder kommen alle zusammen an, oder niemand bekommt etwas zu essen. Die Starken müssen lernen, auf die Schwachen Rücksicht zu nehmen, ihre Ausrüstung zu tragen, gemeinsam ans Ziel zu kommen. Was hat das mit unserem Glauben zu tun? Alles! Denn Jesus betete im hohepriesterlichen Gebet genau darum: "Vater, ich bitte, dass sie eins sind."
Aber wie funktioniert diese Einheit? Und was bedeutet eigentlich Freiheit im geistlichen Sinn? Du lebst in einem freien Land, und doch bist du nie wirklich frei von allem. Die ganze Welt wird von zwei Mächten beherrscht – der Macht Gottes und der Macht des Bösen. Es gibt kein Vakuum dazwischen. Der entscheidende Unterschied: Satan knechtet und beherrscht, während Gott dir Freiheit schenkt – Freiheit von der Knechtschaft der Sünde. Johannes 8 sagt klar: "Wer Sünde tut, der ist der Sündeknecht."
Denk an die Hochzeitsdebatte in einer kanadischen Gemeinde: Soll die Braut mit dem Bräutigam einziehen oder ihm entgegengeführt werden? Die leitenden Brüder mussten zusammenkommen – wegen dieser Frage! Bis ein alter Bruder aufstand und sagte: "Lasst uns nach der Schrift ausrichten." Und dann kam die befreiende Erkenntnis: Die Bibel sagt dazu nichts. In nebensächlichen Dingen gibt uns der Herr Freiheit. Wie viele Probleme haben wir uns als Christen aufgebaut, wo die Bibel schweigt?
Aber über allem steht die Liebe. Darf man das überhaupt sagen? Jesus selbst hat es getan! Als er nach dem größten Gebot gefragt wurde, antwortete er: Liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst. "Darin ist einbegriffen die Propheten und die Gebote – alles komplett."
Was ist Liebe wirklich? Nicht das, was die Welt dir verkauft. Denk an einen jungen Mann, der sagte: "Wenn ich das Wort Liebe höre, denke ich an meine Mutter" – weil sie der Inbegriff bedingungsloser, aufopfernder Liebe war. So hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen Sohn gab – als wir noch gar nicht liebenswert waren.
Paulus zeigt uns in 1. Timotheus 1, dass alle Verkündigung ein Ziel haben muss: Liebe aus reinem Herzen, gutem Gewissen und ungeheucheltem Glauben. Ohne Liebe wird Gesetz zur Tyrannei, Freiheit zur Anarchie und Einheit zum bloßen Kuschelclub. Bist du wie eine schöne Apfelsine, die von außen perfekt aussieht, aber innen ausgetrocknet ist? Oder lässt du dich von Gott mit seiner Liebe füllen, sodass sie aus dir heraussprudelt wie eine nie versiegende Quelle?
