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Schau auf Jesus

Sonntag, 3. November 2024
36 Minuten
Schau auf Jesus

Die Jünger befanden sich mitten im Willen Jesu, als der Sturm aufzog. Er selbst hatte ihnen den Auftrag gegeben, auf die andere Seite des Sees zu fahren – und dennoch peitschten nun gewaltige Wellen über ihr Boot, während ihr Herr seelenruhig auf einem Kissen schlief. Manchmal führt uns Gehorsam nicht in ruhige Gewässer, sondern mitten hinein in den Sturm. Doch genau dort offenbart sich, worauf unser Blick wirklich gerichtet ist.

Kennst du das Gefühl der geistlichen Seekrankheit? Wenn das, was du siehst, nicht mit dem übereinstimmt, was du glaubst? Wenn die Stürme des Lebens toben und es scheint, als würde Gott schlafen?

Was gibt uns Halt, wenn die Wellen hochschlagen? Jesus hatte gesagt: "Lasst uns hinüberfahren." Nicht "vielleicht kommen wir an" oder "wir versuchen es mal". Seine Zusage war klar. Und wenn Jesus etwas zusagt, dann hält er es – auch durch den Sturm hindurch. Wie bei einem Flugkapitän, der das Ziel kennt, auch wenn unterwegs Turbulenzen kommen.

Doch hier liegt noch eine tiefere Wahrheit: Jesus sitzt mit den Jüngern im selben Boot. Er ist Mensch geworden, kann mit unserer Schwachheit mitfühlen (Hebräer 4,15-16). Gleichzeitig bleibt er der Schöpfer, der mit zwei Worten – "Schweig und verstumme!" – Wind und Wellen gehorchen. Was für ein Kontrast zu einem Kapitän, der sein sinkendes Schiff verlässt, bevor alle gerettet sind.

Die Jünger lernen: Du darfst Jesus ehrlich sagen, was dich bedrückt. Ihre Frage klingt fast wie ein Vorwurf: "Fragst du nicht danach, dass wir umkommen?" Doch genau damit kommen sie an die richtige Adresse. Wie David in Psalm 13 dürfen auch wir ausschütten, was unser Herz bewegt.

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