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Pfingsten

Sonntag, 20. Mai 2018
42 Minuten

Pfingsten

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Paulus fordert uns in Römer 12 auf, uns nicht dieser Welt anzupassen, uns nicht in ihr Schema pressen zu lassen. Stattdessen sollen wir unseren Körper, unser ganzes Leben Gott als wohlgefälliges Opfer darbringen. Das ist die Pfingstbotschaft in ihrer einfachsten Form.

Kein anderes Thema spaltet die Christenheit so sehr wie das Thema Heiliger Geist. Die einen sprechen von einem heiligen Schein, andere vom Zungenreden, wieder andere von Wunderkräften. Doch Jesus sagte zu Nikodemus: Der Geist ist wie der Wind – du siehst ihn nicht, aber du spürst ihn. Und der Geist wirkt, wie er will, bei jedem auf unterschiedliche Weise.

Im alten Israel hatte Pfingsten drei tiefe Bedeutungen: Es war das Fest des Bundes, als Gott am Berg Sinai mit seinem Volk einen Bund schloss – 50 Tage nach der Befreiung aus Ägypten. Es war das Fest der Toragebung, als Gott seinem Volk die Zehn Gebote gab und ihnen zeigte, was gut für sie ist. Und es war das Fest der Erstlingsfrucht, wenn die erste Ernte eingebracht wurde.

Beachte die Reihenfolge: Erst kam die Erlösung aus Ägypten, dann der Bund am Sinai. Gott sagte nicht: "Erfülle erst meine Gebote, dann errette ich dich." Nein, die Errettung kam aus purer Gnade. Aber dann begann der Weg mit Gott, und für diesen Weg richtete er sein Volk aus.

Genauso ist es bei uns. Zuerst kommt die Bekehrung, die Befreiung aus der Sklaverei der Sünde. Aber damit ist der Weg nicht zu Ende – er fängt gerade erst an. Der Heilige Geist ist der Tröster, der Paraklet – einer, der einrichtet, der uns auf den richtigen Platz stellt, der uns Weisung gibt für unser Leben heute.

In Johannes 7 sagt Jesus: "Wer an mich glaubt, aus dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen." Und in Apostelgeschichte 2,38 ruft Petrus: "Tut Buße, lasst euch taufen zur Vergebung eurer Sünden, und ihr werdet die Gabe des Heiligen Geistes empfangen."

Heiligung bedeutet nicht, mit einem heiligen Schein herumzulaufen. Es bedeutet, dass das Leben Jesu immer mehr in deinem Leben sichtbar wird. Es bedeutet, dass dieses furchtbare Doppelleben – hier fromm, dort weltlich – verschwindet. Dein Körper ist der Tempel Gottes, und Gott kann nicht in einem Herzen wohnen, das mit Sünde beschmutzt ist.

Epheser 5 bringt es auf den Punkt: "Sauft euch nicht voll Weins, sondern werdet voll Geistes." Bitte Gott jeden Tag, dass der Heilige Geist in dir wohnt und du ein Werkzeug für ihn bist.

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