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Oster Predigt

Sonntag, 1. April 2018
47 Minuten

Oster Predigt

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Der natürliche Mensch hält nichts für unglaubwürdiger als die Auferstehung von den Toten. Für Gott aber ist sie das Selbstverständlichste überhaupt – denn er ist ein Gott des Lebens. Weil es uns Menschen so schwerfällt, diese göttliche Realität zu erfassen, gibt Gott uns Hilfsmittel. Wir sind so gebunden an das Physische, das Materielle, das Vergängliche. Deshalb kommt Gott uns entgegen.

Die Auferstehung Jesu ist keine Legende, sondern wahre Geschichte. Sie lässt sich zeitlich und geografisch einordnen: Jesus wurde in Bethlehem geboren, auf Golgatha gekreuzigt, in unmittelbarer Nähe begraben und am dritten Tag auferweckt. Nach jüdischem Kalender war es der 5. April des Jahres 33 – vor 1985 Jahren. Jesus selbst hat seine Auferstehung mindestens fünfmal vorausgesagt. In Matthäus 12 verweist er auf das Zeichen des Jona. In Cäsarea Philippi kündigt er seinen Jüngern an, dass er leiden, sterben und am dritten Tag auferstehen wird. Immer wieder spricht er davon – doch die Jünger verstehen es nicht wirklich.

Am ersten Tag der Woche geschieht das Unfassbare. Wie am ersten Schöpfungstag Gott das Licht aus der Finsternis rief, so ruft er am ersten Tag der Neuschöpfung das wahre Licht der Welt aus der Finsternis des Todes heraus. Die ersten Zeugen sind römische Wachsoldaten, dann die Frauen am Grab. Maria Magdalena begegnet dem Auferstandenen persönlich. Jesus erscheint Petrus, den zehn Jüngern, später auch Thomas. Er isst mit ihnen am See Genezareth, begegnet ihnen auf einem Berg in Galiläa, später auch Jakobus und Paulus.

In Johannes 10,17-18 sagt Jesus etwas Erstaunliches: "Ich habe Vollmacht, mein Leben hinzugeben, und ich habe Vollmacht, es wieder zu nehmen." In Offenbarung 1,18 erklärt der Auferstandene: "Ich war tot und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit. Und ich habe die Schlüssel des Todes und der Hölle." Diese Schlüssel dienen nicht dazu, hinabzugehen, sondern um von unten aufzuschließen – um aus der Finsternis, aus dem Tod hinauszugehen in die Freiheit.

Als Petrus am Pfingsttag predigt, greift er auf Psalm 16 zurück: "Du wirst meine Seele nicht dem Tod überlassen, noch zulassen, dass dein Heiliger die Verwesung sehe." Was David prophetisch aussprach, wurde in Christus Realität. Auch Psalm 2,7 – "Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt" – bezieht sich laut Paulus auf die Auferstehung. Christus ist der Erstgeborene von den Toten.

Die Botschaft des Petrus trifft die Menschen ins Herz: "Was sollen wir tun?" Die Antwort: "Tut Buße und lasst euch taufen zur Vergebung eurer Sünden." Nicht die Taufe rettet, sondern die Umkehr. Aufgrund des Erlösungswerkes Christi am Kreuz und weil er auferstanden ist, kann Gott jetzt legal und gerecht den Menschen gnädig sein. 3000 Menschen kamen an diesem Tag zum Glauben.

Was in Jesus leibhaftig geschah, geschieht jetzt geistlich in Menschen: Sie werden vom Tod zum Leben durchgebracht, aus der Macht der Finsternis befreit. Jesus ist der Erstling – er musste den Vorrang haben. Nur er hat den Durchbruch geschafft. Durch den Glauben an den auferstandenen Christus empfangen wir Vergebung und die Gabe des Heiligen Geistes. Christus ist wahrhaftig auferstanden – und er macht heute noch Menschen neu.

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