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Noah glaubte, vertraute und gehorchte Gott

Samstag, 9. März 2013
30 Minuten

Noah glaubte, vertraute und gehorchte Gott

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Noah lebte in einer Zeit, in der die Menschen nur noch an sich selbst dachten. Sie feierten, sie bauten ihre Häuser, sie genossen das Leben – aber für Gott hatte niemand mehr Zeit. "Schaffe, schaffe, Häusle baue" könnte man sagen. Gott sah, dass der Menschen Bosheit groß war auf Erden und alles Dichten und Trachten ihres Herzens nur böse war immer dar (1. Mose 6,5). Es bekümmerte ihn so sehr, dass er beschloss, die Menschheit durch eine Flutkatastrophe auszulöschen.

Doch mitten in dieser verdorbenen Welt lebte ein Mann, der anders war: Noah fand Gnade vor dem Herrn. Er bekam von Gott einen klaren Auftrag: Baue eine Arche, ein riesiges Rettungsschiff – mitten auf dem Trockenen, weit und breit kein Meer in Sicht. Die Menschen kannten damals weder Hochwasser noch Sintflut. Und trotzdem fing Noah an zu bauen. 120 Jahre lang arbeitete er an diesem Projekt. 120 Jahre! Nach einem Jahr sah er noch keinen Erfolg, nach zehn Jahren nicht, nach fünfzig Jahren nicht. Aber Noah machte weiter.

Was für ein Glaube muss das gewesen sein! Hebräer 11,7 zählt ihn zu den großen Glaubensvätern: "Durch den Glauben hat Noah Gott geehrt und die Arche zubereitet zum Heil seines Hauses, als er ein göttliches Wort empfing über das, was man noch nicht sah." Noah setzte Gottes Anweisungen exakt um, ohne Abstriche, ohne Kompromisse. Und er predigte dabei – 2. Petrus 2,5 nennt ihn den "Prediger der Gerechtigkeit". Er erklärte den Menschen, was er tat und warum. Er warnte sie vor dem kommenden Gericht. Aber niemand wollte hören.

Als die Arche fertig war, ging Noah mit seiner Familie hinein. Dann wartete er noch sieben Tage. Sieben Tage saß er in diesem Kasten, ohne Steuerruder, ohne Navigation, ohne dass irgendetwas passierte. Und dann kam die Flut. Gott stand zu seinem Wort. Als Noah schließlich die Arche verließ, war das Erste, was er tat, nicht der Bau eines neuen Hauses – sondern er baute Gott einen Altar und dankte ihm für die Rettung (1. Mose 8,20).

Damals gab es nur einen Rettungsweg: durch die Tür der Arche. Heute gibt es auch nur einen Rettungsweg. Jesus sagt in Johannes 10,9: "Ich bin die Tür. Wenn jemand durch mich hineingeht, wird er gerettet werden." Damals wie heute gibt es zwei Gruppen von Menschen: die in der Arche und die außerhalb. Die Einladung gilt jedem – und es ist noch Platz. Aber die Geschichte zeigt auch: Es kann ein Zu-spät geben.

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