Josia war acht Jahre alt, als er König wurde, und regierte 31 Jahre in Jerusalem. Seine Mutter hieß Jedida – und er tat, was dem Herrn wohlgefiel. Diese kurzen Verse aus 2. Könige 22 erzählen eine bemerkenswerte Geschichte, die uns gerade am Muttertag tief berühren kann.
Gott selbst vergleicht seine Liebe zu uns mit der Liebe einer Mutter. In Jesaja 49,14-15 fragt er: "Kann auch eine Frau ihres Kindes vergessen, dass sie sich nicht erbarme über den Sohn ihres Leibes? Und ob sie desselben vergessen, so will ich doch dein nicht vergessen." Das zeigt, wie wertvoll und bedeutsam die Mutterliebe in Gottes Augen ist.
Josias Geschichte ist umso erstaunlicher, wenn du den Hintergrund kennst. Sein Großvater Manasse war ein gottloser Götzendiener, der sogar seinen eigenen Sohn dem Moloch opferte. Sein Vater Amon wandelte in denselben gottlosen Fußstapfen und wurde nach nur zwei Jahren ermordet. In diesem Umfeld – umgeben von Götzendienst und Gottlosigkeit – wuchs Josia auf.
Doch seine Mutter Jedida hielt fest an ihrem Glauben. Sie erzog ihren Sohn für Gott, trotz allem. Als Josia 18 Jahre alt war und das Gesetzbuch gefunden wurde, zerriss er seine Kleider in Demut vor Gott. Er demütigte sich wegen der Sünden seiner Vorfahren. Und Gott sagte über ihn: "Seinesgleichen war vor ihm kein König gewesen, der so von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften sich zum Herrn bekehrte nach allem Gesetz Moses, und nach ihm kam seinesgleichen nicht auf."
Wenn je eine Mutter es schwer hatte, ihr Kind im Glauben zu erziehen, dann war es Jedida. Doch sie tat ihre Arbeit treu – und ein ganzes Volk wurde dadurch gesegnet. Das ist die größte und verantwortungsvollste Arbeit: die Arbeit einer Mutter, die ihre Kinder für Gott erzieht. Auch wenn dein Mann ungläubig ist, auch wenn die Umstände schwierig sind – Gott braucht heute Mütter wie Jedida, die ihre Kinder Gott weihen und in enger Verbindung mit ihm leben.
