40 Tage in der Wüste – kein Essen, keine Ablenkung, nur die brennende Sonne und eine Stille, die ohrenbetäubend wird. Ausgerechnet in diesem Moment totaler Erschöpfung tritt der Versucher an Jesus heran. Der Heilige Geist hatte ihn bewusst in diese Wüste geführt, und Satan nutzte den scheinbar perfekten Augenblick für seinen Angriff. Warum musste selbst der Sohn Gottes durch diese Prüfung gehen?
Wir leben in einer Zeit, in der jeder tut, was richtig ist in seinen eigenen Augen – genau wie im Buch der Richter. Subjektive Wahrheit regiert, Gefühle bestimmen den Kurs. Doch was passiert, wenn wir als Nachfolger Jesu in solche Wüstenzeiten geraten? Wenn das Gebet sich anfühlt, als würde eine bronzene Decke über dir hängen? Wenn du kaum noch geistlich atmen kannst?
In Matthäus 4,1-11 sehen wir, wie der zweite Adam dort siegreich ist, wo der erste Adam versagt hat. Der Teufel kommt mit drei heimtückischen Versuchungen: Verwandle Steine in Brot – kümmere dich um deine irdischen Bedürfnisse. Stürze dich hinab – Gott wird dich schon retten. Bete mich an – und ich gebe dir alle Reiche der Welt. Jede Versuchung zielt auf etwas anderes ab: Fleischeslust, Eigenwille, Götzendienst.
Doch wie reagiert Jesus? Mit drei einfachen Worten: "Es steht geschrieben." Er zitiert aus 5. Mose und zeigt uns damit die mächtigste Waffe gegen den Widersacher. Nicht unsere Gefühle, nicht unsere Kraft, nicht unsere Weisheit – sondern das Wort Gottes.
Was bedeutet das für deine Wüstenzeit? Der Satan ist gnadenlos, er kommt gerade dann, wenn du nicht mehr kannst. Aber der, der in dir ist, ist größer als der, der in der Welt ist. Jesus kennt deine Schwachheit, denn er wurde in allem versucht wie wir – und blieb doch ohne Sünde.
