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Marta & Maria sollen uns ein Vorbild sein

Samstag, 9. Mai 2015
27 Minuten

Marta & Maria sollen uns ein Vorbild sein

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Jesus kam mit seinen Jüngern nach Bethanien, und Martha nutzte die Gelegenheit sofort. Sie lud ihn ein, bewirtete ihn und seine Begleiter – mindestens 13 Männer, wahrscheinlich noch mehr. Martha war eine Powerfrau, die nicht lange fackelte, sondern anpackte. Während sie in der Küche rotierte, das Essen vorbereitete und versuchte, allen gerecht zu werden, saß ihre Schwester Maria einfach nur da – zu Jesu Füßen, hörte seinen Worten zu. Du kannst dir vorstellen, wie es in Martha brodelte. Sie brach sich einen ab, und ihre Schwester? Saß nur da. Schließlich platzte es aus ihr heraus: "Herr, fragst du nicht danach, dass meine Schwester mich alleine dienen lässt? Sage ihr doch, dass sie mir helfe!" (Lukas 10,38-42)

Vielleicht kennst du dieses Gefühl. Als Mutter, als Vater, als engagierter Christ – überall gibt es Aufgaben. Du versuchst, allem gerecht zu werden: Familie, Haushalt, Gemeinde, Beruf. Du rotierst, und manchmal hast du das Gefühl, niemand sieht, wie viel du leistest. Niemand hilft. Und dann kommt die Frage: "Herr, siehst du das nicht? Sag doch den anderen, dass sie anpacken sollen!"

Doch Jesu Antwort überrascht: "Martha, Martha, du bist besorgt und beunruhigt um vieles. Eines aber ist nötig. Maria hat das gute Teil erwählt. Das wird nicht von ihr genommen werden." Jesus wertet Marthas Dienst nicht ab – er profitierte davon, er ließ sich bewirten. Aber er zeigt ihr drei wichtige Wahrheiten: Erstens braucht er Menschen, die anpacken und Dinge bewegen. Zweitens müssen wir lernen loszulassen und zur Ruhe zu kommen. Und drittens dürfen wir nicht erwarten, dass alle so denken und handeln wie wir.

Martha maß Maria mit ihrem eigenen Maßstab. "Ich bin in der Küche, also sollst du auch in der Küche sein." Aber jeder von uns hat eine andere Art zu glauben und Gott zu dienen. Du hast nicht das Recht, deinen Maßstab an anderen anzulegen. Die entscheidende Frage ist: Nimmst du dir Zeit, zu Jesu Füßen zu sitzen und auf sein Wort zu hören? Denn der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeglichen Wort, das durch den Mund Gottes geht (Matthäus 4,4).

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