Jesus Christus steht im Zentrum der gesamten Heilsgeschichte. Sein Kreuz auf Golgatha, seine Auferstehung und Himmelfahrt markieren den Wendepunkt der Menschheitsgeschichte – sogar unsere Kalenderzählung richtet sich danach aus. Nach seiner Himmelfahrt kam an Pfingsten der Heilige Geist und gründete die Gemeinde. Seitdem leben wir im Gemeindezeitalter, doch dieses Zeitalter nähert sich seinem Ende. Die Tür steht kurz davor, sich zu öffnen – Jesus wird wiederkommen.
Die ersten Christen begrüßten sich mit "Maranatha" – der Herr kommt bald. Diese Erwartung prägte ihr ganzes Leben. Doch wann hast du zuletzt eine Predigt über die Wiederkunft Jesu gehört? Jesus selbst hat ausführlich mit seinen Jüngern darüber gesprochen und ihnen Zeichen genannt, an denen sie seine baldige Rückkehr erkennen würden.
Die politischen Zeichen sind unübersehbar: Kriege und Kriegsgeschrei überall – Ukraine, Syrien, unzählige Konflikte in Afrika. Nationen erheben sich gegeneinander. Länder, die jahrhundertelang unter Fremdherrschaft standen, sind heute unabhängig. Gleichzeitig versucht Europa einen brüchigen Zusammenschluss zu bilden – wie Ton und Eisen, die keine feste Verbindung eingehen können, wie es Daniel prophezeit hat.
Wirtschaftlich erleben wir extreme Gegensätze: Nie war der Wohlstand größer, nie wurde mehr gebaut, gekauft und konsumiert. Doch gleichzeitig hungert die Hälfte der Weltbevölkerung. Matthäus 24,6-14 beschreibt genau diese Zeit: Hungersnöte, Erdbeben, Verfolgung der Gläubigen.
Im religiösen Bereich breitet sich Verführung aus. Fast jede Zeitschrift bietet Horoskope, die New-Age-Bewegung verspricht ein besseres Zeitalter, Menschen zahlen Tausende Euro an Schamanen und Esoteriker. In einer aufgeklärten Wissensgesellschaft schwindet der Glaube, während der Aberglaube wächst. Der Apostel Johannes warnt eindringlich: Viele Antichristen sind bereits aufgetreten – Menschen, die leugnen, dass Jesus der Christus ist.
Die moralischen Maßstäbe zerfallen. Was Gottes Wort klar als Sünde benennt, wird unter den Tisch gekehrt oder sogar gefeiert. Treue in der Ehe gilt als altmodisch, Kinderabtreibung ist Alltag. 2. Timotheus 3 zeichnet ein erschreckend aktuelles Bild: Menschen, die viel von sich halten, geldgierig, hochmütig, den Vergnügungen mehr zugetan als Gott.
Weltweit werden Christen verfolgt, gehasst um Jesu Namen willen – die Verfolgungskarte von Open Doors zeigt erschreckend viele rote Gebiete. Doch inmitten all dieser düsteren Zeichen gibt es Hoffnung: Das Evangelium wird in fast alle Sprachen übersetzt, täglich kommen Tausende Menschen zum Glauben – besonders in Afrika, Lateinamerika und Asien.
Gott verzögert sein Kommen in Barmherzigkeit, damit noch mehr Menschen gerettet werden. Wir leben in einer einzigartigen Zeit voller Möglichkeiten. Während in Europa der Wohlstand wächst und die Herzen kalt werden, haben wir noch Freiheit, von Jesus zu sprechen. Diese Zeit ist kostbar und begrenzt.
Die Frage ist nicht, ob Jesus wiederkommt, sondern ob du bereit bist. Bist du vorbereitet? Nutzt du die verbleibende Zeit, um Menschen mit der Wahrheit zu konfrontieren? Jakobus 5,8 ermutigt uns: "Seid geduldig und stärkt eure Herzen, denn das Kommen des Herrn ist nahe." Lass dich nicht entmutigen durch Spott oder Verachtung. Der Herr hält alles in seiner Hand – dein Leben und das Weltgeschehen. Maranatha – der Herr kommt bald!
