Der Missionsbefehl aus Matthäus 28 steht im Zentrum: Jesus befiehlt seinen Jüngern, alle Völker zu Jüngern zu machen und sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes zu taufen. Dieser Befehl gilt nicht Ungläubigen, sondern ausschließlich denen, die Jesus bereits als ihren Herrn und Erlöser angenommen haben – den Jüngern.
Ein Jünger ist jemand, der Jesus nachfolgt, weil Jesus ihn gerettet hat. Für einen Jünger zählt ab dem Moment seiner Bekehrung nur noch die Meinung seines Meisters. Und genau diese Jünger bekommen den Auftrag: Geht hin und macht andere zu Jüngern.
Wie macht man einen Menschen zum Jünger? Zuerst durch Gebet – nur Gott kann Menschen die Augen öffnen für ihre Sündhaftigkeit. Dann durch ein anziehendes Christsein, das andere Menschen neugierig macht. Es braucht auch den Mut, unbequeme Wahrheiten auszusprechen: Du bist ein Sünder, ohne Jesus auf ewig verloren. Viele Gespräche enden an dieser Stelle. Doch dann folgt die frohe Botschaft: Gott liebt dich so sehr, dass er Jesus sandte, um stellvertretend deine Schuld zu tragen. Jesus starb an deiner Stelle, um dich zu retten.
Wenn ein Mensch seine Schuld bekennt und um Vergebung bittet, macht Gott ihn in diesem Moment zum Kind Gottes. Er bekommt eine neue Stellung, ein neues Recht. Und dann folgt die Taufe.
Die Taufe hat drei zentrale Aspekte: Sie ist eine Denkhilfe – das Untertauchen symbolisiert den Tod der alten Existenz, das Hochheben die Rettung durch Gott. Wie im Wasser wird der Mensch gereinigt. Die Taufe ist ein öffentliches Bekenntnis – vor der sichtbaren und unsichtbaren Welt bezeugt der Täufling: Ich gehöre zu Jesus, die Sünde hat keine Macht mehr über mich. Und die Taufe ist ein Gehorsamschritt – von Jesus selbst angeordnet, auf den Namen des Vaters (der bereit war, seinen Sohn zu senden), des Sohnes (der bereit war zu leiden und zu sterben) und des Heiligen Geistes (der uns die Augen öffnet und alles verständlich macht).
Römer 6,11 ermutigt: Halte dich dafür, dass du der Sünde gestorben bist und für Gott lebst. Die Taufe macht dich nicht frommer, aber gesegneter – Gott segnet Gehorsam. Als wiedergeborenes Kind Gottes ist die Taufe der nächste logische Schritt, wie beim Kämmerer in Apostelgeschichte 8, der sofort fragte: "Was hindert mich, getauft zu werden?"
Die Herausforderung an jeden Nachfolger Jesu: Für welche Menschen betest du konkret, dass sie durch dich zu Jesus geführt werden? Deine Berufung ist nicht nur, für dich und dein Haus zu leben, sondern für Menschen da zu sein, die Gott noch nicht kennen. Kolosser 3,17 ruft auf: Alles, was du tust, tue im Namen des Herrn – zur Ehre Gottes.
