Jesus ist auferstanden – diese Tatsache ist das Fundament unseres Glaubens. In Lukas 24 wird uns gezeigt, worauf sich der Glaube der ersten Jünger wirklich gründete, und damit auch, worauf unser Glaube heute steht.
Das Evangelium wird in diesem Kapitel präzise zusammengefasst: "Buße und Vergebung der Sünden in seinem Namen unter allen Völkern." Das ist die Kernbotschaft, die wir verkündigen dürfen. Nicht soziale Projekte oder gute Werke stehen im Mittelpunkt – so wichtig sie auch sind – sondern diese befreiende Wahrheit: Weil Jesus stellvertretend für uns am Kreuz starb, kann jeder, der umkehrt, Vergebung empfangen.
Bemerkenswert ist, wie Jesus selbst den Jüngern die Schrift aufschloss. Er zeigte ihnen, dass das gesamte Alte Testament – das Gesetz Moses, die Propheten und die Psalmen – von ihm Zeugnis gibt. Diese Dinge "mussten" geschehen, weil es geschrieben stand. Das ganze Alte Testament entfaltet sich wie eine Blume, die auf Christus hinweist: vom verheißenen Schlangentreter in 1. Mose über die Prophezeiungen in Jesaja bis hin zu den Psalmen. Wenn wir die Bibel mit diesem Blick lesen, erschließt sich uns ein ungeahnter Reichtum.
Doch Bibelwissen allein genügt nicht. Die Jünger kannten das Alte Testament gut, verstanden aber erst, als Jesus ihnen "das Verständnis öffnete". Wir brauchen Gottes Geist, um die Schrift richtig zu verstehen. Der natürliche Mensch nimmt nicht an, was vom Geist Gottes ist – es ist ihm eine Torheit. Deshalb ist das Gebet aus Psalm 119,18 so wichtig: "Öffne mir die Augen, dass ich sehe die Wunder in deinem Gesetz."
Die Jünger waren keine Leichtgläubigen. Als die Frauen vom leeren Grab berichteten, kam es ihnen "vor wie ein Märchen". Selbst als Jesus vor ihnen stand, glaubten sie "noch nicht vor Freude". Sie glaubten schließlich, weil sie überführt wurden von unbestreitbaren Tatsachen – sie waren Augenzeugen seiner Auferstehung. Petrus betont: "Wir sind nicht klug ersonnenen Legenden gefolgt, sondern wir sind Augenzeugen seiner herrlichen Majestät gewesen."
Unser Glaube gründet sich auf zwei feste Säulen: die Schrift und die historische Tatsache der Auferstehung. Glaube ist kein vages Vermuten, sondern – wie Hebräer 11,1 sagt – ein Überführtsein von Tatsachen, die man nicht sieht. Es kommt nicht darauf an, wie groß dein Glaube ist, sondern worauf er sich gründet. Du kannst mit zitterndem Glauben über dickes Eis gehen und sicher ankommen – entscheidend ist die Tragfähigkeit des Fundaments.
Die Auferstehung Jesu ist das Unterpfand für alles, was noch kommt. Paulus sagt klar: Wenn Christus nicht auferstanden ist, ist unser Glaube vergeblich. Aber er ist auferstanden – und deshalb werden auch wir auferstehen, deshalb wird er wiederkommen. Leben wir in dieser Erwartung? Sind unsere Lenden umgürtet und unsere Lichter brennend, bereit für seine Rückkehr?
Das Evangelium ist kein unverbindliches Angebot, das du annehmen oder ablehnen kannst. Es ist wie ein Rettungsseil – entweder du greifst danach, oder du gehst unter. Noch ist Gnadenzeit, noch wird Buße und Vergebung angeboten. Aber Jesus wird als Richter wiederkommen für alle, die diese Gnade ausschlagen. Vorbei an ihm kommst du nicht – die Frage ist nur, ob er als dein Retter oder als dein Richter kommt.
