Gott ist Liebe – nicht nur, dass er liebt, sondern Liebe ist sein Wesen, seine Identität. Schon im Garten Eden sehnte er sich nach Gemeinschaft mit Adam und Eva, so innig, dass sie seine Schritte hören konnten. Selbst nach dem Sündenfall zeigte sich seine Liebe: Er machte ihnen Kleider, versprach Noah nach der Sintflut einen Neuanfang. Der Regenbogen erinnert uns bis heute daran.
Das Entscheidende: Wir haben nichts zu dieser Liebe beigetragen. So wie ein Neugeborenes nichts dafür kann, geliebt zu werden, und doch völlig darauf angewiesen ist, umsorgt zu werden – genauso liebte Gott uns zuerst. In 1. Johannes 4,10 wird das deutlich: Nicht wir haben Gott geliebt, sondern er sandte seinen Sohn zur Versöhnung für unsere Sünden. Diese Liebe wurde in Jesus Christus sichtbar – durch seine Worte, Heilungen und letztlich sein Opfer am Kreuz.
Weil Gott Liebe ist, fordert Paulus in Römer 12,9-21 uns auf, unser Leben aus Dankbarkeit zur Verfügung zu stellen. 24 konkrete Aufforderungen zeigen, wie Liebe praktisch aussieht: Die Liebe soll echt sein, nicht gespielt. Wir sollen das Böse verabscheuen – aber erkennen wir überhaupt, wie sehr Sünde uns von Gottes Schönheit verblendet hat? Herzlichkeit bedeutet, miteinander umzugehen wie in einer Familie – offen, vertrauensvoll, ermutigend. Wir sollen einander sogar darin übertreffen, Achtung zu erweisen.
Fleiß und Eifer kommen nicht aus hektischer Geschäftigkeit, sondern aus tiefer Gemeinschaft mit Gott. Das Feuer des Heiligen Geistes soll stärker werden, während wir dem Herrn dienen. In Bedrängnissen gilt: durchhalten, beten ohne Unterlass – das ist das Handwerk eines Christen. Und Gastfreundschaft? Sie ist der Gradmesser echten Christseins. Die ersten Christen brachen täglich das Brot in ihren Häusern.
Wenn du einmal vor Gottes Thron stehst, wird er nicht nach deiner Theologie fragen, sondern: Warst du gastfreundlich? Hast du Hungrige gespeist, Durstige getränkt? Liebe lebt – durch dich.
