In der Adventszeit leuchten tausende Lichter in den Städten – doch vor lauter Lichtern sehen wir das wahre Licht der Welt nicht mehr. Jesus Christus sagte von sich selbst: "Ich bin das Licht der Welt." Genau dieses Licht brach sich Bahn in einer Zeit tiefster Finsternis.
Die Welt, in die Jesus hineingeboren wurde, war geprägt von Elend und Hoffnungslosigkeit. Religiöse Führer waren von Geldgier getrieben, wie wir in Lukas 16,14 lesen. Krankheiten, Besessenheit und moralischer Zerfall prägten den Alltag der Menschen. Das Volk Israel lebte unter fremder Herrschaft und musste ständige Demütigungen ertragen. In diese finstere Zeit hinein kündigte Gott durch Jesaja 9,1 an: "Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht."
Und tatsächlich – als Jesus kam, leuchtete dieses Licht mächtig auf. Kranke wurden gesund, Besessene frei, die Botschaft der Rettung wurde verkündigt. Doch hier geschieht etwas Erschütterndes: Die Menschen wollten dieses Licht nicht. Johannes 3,19-21 erklärt den Grund: "Die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht, denn ihre Werke waren böse." Sie genossen zwar die Wunder und Heilungen, aber sie hassten es, ihr Leben zu verändern und ihre Schuld zu bekennen.
Schau dir unsere heutige Welt an – sie sieht nicht viel anders aus. Bestialische Verbrechen, zerbrochene Familien, Okkultismus und moralischer Verfall prägen unsere Gesellschaft. Jeder dritte Schulanfänger in Deutschland findet nicht mehr die familiären Verhältnisse vor, die bei seiner Geburt bestanden. Unsere Gesellschaft hat das Licht dringend nötig.
Jesus lädt dich ein: "Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben" (Johannes 8,12). Doch du musst bereit sein, dich von Gott durchleuchten zu lassen – auch in die dunklen Ecken deines Lebens. Die Sünde schleicht sich ein wie das Kamel in der Geschichte vom arabischen Kameltreiber: Erst nur die Nase, dann der Kopf, schließlich liegt das ganze Tier auf dir.
Wenn du Jesus nachfolgst, bist du ein Kind des Lichts geworden. Epheser 5,8-11 ermutigt dich: "Lebt als Kinder des Lichts." Die Adventszeit könnte für dich bedeuten: Lass das Licht Gottes voll und ganz in dein Leben hineinleuchten. 1. Johannes 1,9 verspricht: "Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit."
Die vielen Lichter dieser Adventszeit sollen dich daran erinnern, dass Jesus das wahre Licht ist, das sich Bahn bricht – in einer finsteren Welt und in deinem Herzen.
