Ein Missionar begegnete einem Jungen und fragte ihn: "Warum lebst du?" Die erschütternde Antwort lautete: "Um zu sterben." Diese Begegnung zeigt, wie Menschen ohne Hoffnung und ohne klaren Lebenssinn durchs Leben gehen. Als Christen haben wir jedoch eine andere Antwort auf diese fundamentale Frage des Lebens.
Nach seiner Auferstehung tritt Jesus zu seinen verängstigten Jüngern und spricht ihnen Frieden zu. Dann sagt er etwas Entscheidendes: "Gleichwie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch" (Johannes 20,21). Diese Worte gelten nicht nur den ersten Jüngern – sie gelten dir heute! Christus beschreibt in Lukas 4,18 seine eigene Sendung: Er kam, um den Armen das Evangelium zu verkündigen, zerstoßene Herzen zu heilen, Gefangenen Freiheit zu bringen und Blinden das Augenlicht zu geben.
Schau dich um: Gibt es heute keine Armen mehr? Keine Menschen mit zerbrochenen Herzen? Keine Gefangenen – ob in Religionen, Süchten oder Hoffnungslosigkeit? Deutschland ist multikulturell geworden. Die Muslime sind hier. Die Suchenden sind da. Du musst nicht weit reisen – die Mission beginnt vor deiner Haustür.
Doch hier kommt die ernste Wahrheit: "Welchen ihr die Sünden erlasset, denen sind sie erlassen, und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten" (Johannes 20,23). Durch dein Zeugnis können Menschen gerettet werden. Aber wenn du schweigst, behalten sie ihre Sünden. Es reicht nicht, nur vorzuleben – in Thailand bauten Missionare Krankenhäuser und Schulen, durften aber nicht predigen. Das Land blieb buddhistisch. Menschen brauchen das Wort!
Vielleicht denkst du: "Ich bin kein Missionar." Dann fang heute an zu beten. Unterstütze die, die gehen. Nutze jede Alltagsbegegnung – sie ist von Gott geführt. Christus lässt dich nicht allein auf diesem Weg. Er arbeitet mit dir zusammen, wie er mit dem Vater zusammenarbeitete. Jeder Teil des Leibes ist wichtig – der Finger genauso wie der Mund.
Die Frage ist nicht, ob du fähig bist. Die Frage ist: Bist du gehorsam? Lebst du die Sendung?
