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Kehre den Sauerteig aus

Samstag, 16. März 2013
55 Minuten

Kehre den Sauerteig aus

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Die Frage, wer dein Leben bestimmt, ist gerade heute von enormer Bedeutung. Während die Welt sich vor irdischen Autoritäten verneigt, haben wir als Christen nur einen Herrn: Jesus Christus. Die Zeit vor Ostern ist mehr als nur eine Tradition – sie ist eine Kampfzeit, eine Vorbereitungszeit, in der Finsternis und Licht aufeinanderprallen.

Im Alten Testament finden wir eine kraftvolle Geschichte: Das Volk Israel schrie in seiner Verzweiflung zu Gott, geknechtet unter der Herrschaft des Pharao. Dieser Schrei nach Erlösung hallt bis heute wider. Gott erhörte sein Volk und führte es durch das Passahfest in die Freiheit – ein Fest, das uns an die ultimative Befreiung durch Jesus Christus erinnert. Damals wurde nur Israel befreit, heute gilt dieses Opfer allen Menschen.

Doch mit der Erlösung kommt eine Verantwortung: "Kehre den Sauerteig aus deinen Wohnungen" (2. Mose 12,14-15). Die Israeliten mussten ihre Häuser von jedem Krümel gesäuerten Brotes reinigen – ein symbolisches Bild für die Reinigung unseres Herzens. Sauerteig steht in der Bibel für Sünde, Heuchelei und alles, was unser Leben durchdringt und verdirbt. Böse Gedanken, Neid, Streit, Rechthaberei – das sind die Werke des Fleisches, die wir täglich aus unserem Leben entfernen müssen.

Jesus warnte seine Jünger eindringlich: "Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer" (Matthäus 16). Es geht nicht um äußere Frömmigkeit, während das Herz unrein bleibt. Ein Doppelleben zu führen, nach außen fromm zu erscheinen, während innerlich die Sünde wuchert – das ist die Heuchelei, vor der uns gewarnt wird.

Pharao machte dem Volk Israel vier Angebote, die uns heute noch begegnen: "Bleibt in Ägypten und seid fromm" – lebe wie die Welt, aber nenne dich Christ. "Geht nur bis zur Wüste" – sei halbherzig in deiner Nachfolge. "Lasst eure Familien zurück" – opfere deine Familie dem Zeitgeist. "Lasst euer Kapital hier" – bleibe finanziell gebunden an die Welt. Mose blieb kompromisslos – keine einzige Klaue sollte zurückbleiben.

In 1. Korinther 5,8 heißt es: "Lasst uns Festfeier halten, nicht mit altem Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern mit ungesäuertem der Lauterkeit und Wahrheit." Das Abendmahl ist nicht nur ein Ritual, sondern eine Gelegenheit zur Selbstprüfung und Reinigung. Wenn Unfrieden in deinem Herzen ist, bringe es in Ordnung – heute ist der angenehme Tag des Heils.

Diese Vorbereitungszeit ruft uns auf: Prüfe dich selbst, kehre den Sauerteig aus, mache Frieden mit Gott und Menschen.

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