Jesus hat alle Gewalt im Himmel und auf Erden – das sind seine eigenen Worte, kurz bevor er zum Vater in den Himmel zurückkehrte. Diese Aussage aus Matthäus 28 ist keine leere Behauptung, sondern zeigt sich in seiner Auferstehung. Der Tod hatte keine Macht über ihn. Er besiegte Krankheit, Tod und alle Mächte dieser Welt. Doch anders als die Herrscher seiner Zeit entfaltete Jesus seine Macht im Stillen, heilend, unter den Menschen lebend.
Genau aus dieser Position der absoluten Vollmacht heraus gibt Jesus seinen letzten Auftrag: "Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker." Dieses "Darum" ist entscheidend – weil Jesus alle Macht hat, können und sollen wir gehen. Der Missionsbefehl ist kein Hobby für besonders begabte Christen, sondern ein Auftrag für jeden von uns. Jesus sagt nicht "Lasst die Ungläubigen zu euch kommen", sondern "Gehet hin" – ein klarer Befehl.
Interessant ist die Reihenfolge: Beginne dort, wo es am schwersten ist – in Jerusalem, in deinem direkten Umfeld, bei Familie und Freunden. Dort, wo du Widerstände erfährst, sei ein Licht. Von dort aus geh weiter zu Arbeitskollegen und Nachbarn. Ein Zeugnis kann so einfach sein wie die Antwort auf die Frage nach deiner Nacht: "Ich konnte nicht schlafen, aber dann habe ich gebetet und bin gut eingeschlafen."
Der Auftrag endet nicht bei der Bekehrung. Taufen und Lehren gehören zusammen. Menschen brauchen ein Fundament im Glauben, intensive Beschäftigung mit der Bibel, Gebet und Gemeinschaft. Auch wer schon Jahre im Glauben steht, braucht immer wieder das alte, ewige Wort Gottes.
Das Großartige: Jesus sendet uns nicht allein. "Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Weltende" – diese Verheißung nimmt alle Angst. Immanuel, Gott mit uns. Der Heilige Geist, den Jesus gesandt hat, gibt Zeugnis von ihm und gibt uns Kraft. Die Jünger, die nach Jesu Tod resigniert waren, wurden durch den Heiligen Geist so gestärkt, dass sie sagten: "Wir können es nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben." Nicht in unserer Kraft gehen wir, sondern in seiner.
