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Jesus rettet

Samstag, 2. Mai 2015
37 Minuten

Jesus rettet

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Jesus verbrachte neun Stunden allein auf einem Berg im Gebet. Er hatte gerade vom Tod Johannes des Täufers erfahren und sah darin bereits seinen eigenen Leidensweg vorgezeichnet. Als das Volk ihn zum König machen wollte, zwang er seine Jünger, ohne ihn ans andere Ufer zu fahren – eine ungewöhnliche Entscheidung. Normalerweise nahm er immer einige Jünger mit, wenn er sich zurückzog. Doch diesmal brauchte er diese intensive Zeit mit seinem Vater, um gestärkt seinen Weg weiterzugehen. Wenn schon Jesus als Sohn Gottes solche Zeiten der Stille brauchte, wie viel mehr brauchst du sie dann?

Die Jünger kämpften stundenlang gegen den Sturm auf dem See. Erst zwischen 3 und 6 Uhr morgens kam Jesus zu ihnen – auf dem Wasser gehend. Sie waren physisch und psychisch am Ende, voller Angst, und hielten ihn zunächst für ein Gespenst. Doch Jesus reagierte sofort: "Seid getrost, ich bin es. Fürchtet euch nicht." Er ließ sie nicht länger in ihrer Not zappeln. Diese Sturmzeiten sind wichtig – ohne sie würdest du im Glauben nicht wachsen und nicht reifen können.

Petrus, dieser faszinierende Draufgänger, wollte sofort zu Jesus. "Herr, wenn du es bist, befiehl mir zu kommen!" Während die anderen elf Jünger im Boot blieben und ihn wahrscheinlich zurückhalten wollten, stieg Petrus aus und lief auf dem Wasser. Welch ein Glaube! Er kümmerte sich nicht darum, was andere dachten. Er sah nur Jesus. Doch dann geschah, was viele erwartet hatten: Als Petrus auf den Wind und die Wellen blickte, begann er zu sinken. In dem Moment, wo sein Blick von Jesus zu den Problemen wanderte, verlor er den Halt.

Wohin ist dein Blick gerichtet, wenn Stürme in dein Leben kommen? Satan setzt alles daran, dir Dinge ins Blickfeld zu stellen, die deinen Blick von Jesus wegziehen. Wenn du dich davon treiben lässt, wirst du sinken wie Petrus. Doch schau, was Jesus tat: Sofort streckte er seine Hand aus und rettete Petrus. Er hielt ihm keinen Vortrag, während er ertrank. Erst nachdem er ihn gerettet hatte, belehrte er ihn: "Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt?"

Jesus tadelte nicht Petrus' Eifer oder seinen Mut. Er sagte vielmehr: Du hättest ohne weiteres zu mir kommen können, wenn du nicht gezweifelt hättest. Der Zweifel ist das große Hindernis im Glaubensleben. Wer auf den Wind achtet, sät nicht, und wer auf die Wolken sieht, erntet nicht. Zweifel machen unbeständig und verhindern, dass du die Realität Gottes erfährst.

Als Jesus ins Boot stieg und der Sturm sich legte, kamen die Jünger zu einer unweigerlichen Erkenntnis: "Du bist wahrhaftig Gottes Sohn." Jesus ist der wahre Retter. Ohne ihn bist du verloren. Doch er möchte dich retten, so wie er Petrus aus dem Wasser zog. Mit dem Herzen glaubt man zur Gerechtigkeit, und mit dem Munde bekennt man zur Errettung, wie Paulus schreibt. Wage Schritte des Glaubens wie Petrus, halte fest am Wort Gottes und zweifle nicht – denn Jesus wird dich nicht enttäuschen.

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