Jesus zog als König in Jerusalem ein – die Menschen jubelten, legten Palmzweige auf den Weg, zogen sogar ihre Kleider aus. Sie erwarteten einen Befreier von der römischen Macht, einen politischen Retter. Doch als Jesus die Stadt sah, weinte er. Denn er erkannte: Sie hatten nicht verstanden, wofür er wirklich gekommen war. Jesus wollte nicht ihren Jubel – er wollte ihre Herzen.
Über 30 Prozent der Evangelien beschäftigen sich mit dieser einen Woche zwischen Palmsonntag und Ostersonntag. Es ist die wichtigste Woche im Kirchenjahr, denn hier zeigt sich der Kern des Evangeliums: Jesus kam nicht, um oberflächliche Probleme zu lösen oder momentane Begeisterung zu ernten. Er kam, um das Übel an der Wurzel zu packen – unsere Sündhaftigkeit. Er möchte tiefgehende Veränderung bringen, nicht nur vorübergehende Erleichterung.
In Zacharia 9,9 war prophezeit worden, dass der König demütig auf einem Esel einreiten würde. Kein weißes Pferd als Zeichen königlicher Würde – ein Esel als Zeichen der Nähe zu den Menschen. Genau zur Zeit des Passahfestes, als die Juden sich an ihre Befreiung aus Ägypten erinnerten, kam Jesus als das wahre Passahlamm. Sein Opfer sollte nicht nur von äußerer Unterdrückung befreien, sondern von der Macht der Sünde selbst.
Weltweit macht sich heute eine nie dagewesene Vaterlosigkeit breit. Menschen fragen: "Wo ist mein Zuhause? Wo finde ich inneren Frieden?" Kein Job, kein Haus, kein Mensch kann dir dieses Zuhause geben – nur die Erkenntnis, dass Gott dich als sein Kind liebt. Das Abendmahl erinnert uns daran: Identifiziere dich mit dem Opfer Jesu. Nimm in Anspruch, was er für dich getan hat.
Aber Jesus fordert auch feste Entscheidungen. Du kannst nicht den Kelch des Herrn trinken und gleichzeitig den Kelch der Dämonen (1. Korinther 10,21). Lauwarme Menschen wollen der Strafe für ihre Sünden entgehen, aber nicht wirklich von der Sünde selbst befreit werden. Hat die Ostergeschichte deinen Lebensstil verändert? Bist du bereit für ein heiliges Leben? Das Abendmahl ist ein Selbstprüfungsmahl – eine Gelegenheit, ehrlich vor Gott zu treten und zu fragen: Wie steht es wirklich in meinem Leben?
