Jesus - Licht der Welt in einer Welt ohne Hoffnung
Jesus Christus spricht in Johannes 8,12 diese gewaltigen Worte: "Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern wird das Licht des Lebens haben." Diese Worte "Ich bin" sind keine zufällige Formulierung – sie verbinden Jesus direkt mit der Selbstoffenbarung Gottes im Alten Testament, mit dem "Ich bin, der ich bin" aus 2. Mose. Wenn Jesus sagt "Ich bin", erhebt er den Anspruch, Gott selbst zu sein.
Deine Identität als Mensch hängt davon ab, zu wem du gehörst. Ohne Beziehung zu einem anderen Menschen oder zu Gott hast du keine wirkliche Identität. Wir definieren uns oft über unseren Beruf, unser Äußeres, unsere Freunde – aber das gibt uns nicht den wahren Wert. Jesus kannte seine Identität genau. Er wusste, wem er gehörte und von wem er gesandt war.
Schon bei der Schöpfung in 1. Mose 1 war Jesus aktiv. Als die Erde wüst und leer war und Finsternis auf der Tiefe lag, sprach Gott: "Es werde Licht." Dunkelheit ist nicht etwas, das Gott geschaffen hat – sie ist lediglich die Abwesenheit von Licht. Genauso ist das Böse die Abwesenheit des Guten. Ohne Jesus Christus, das Licht der Welt, gäbe es nur Finsternis und keine Hoffnung.
Als Jesus diese Worte beim Laubhüttenfest aussprach, hatten sie besondere Bedeutung. Bei diesem Fest wurden große Leuchter aufgestellt, die die ganze Stadt erhellten und an Gottes Gegenwart in der Feuersäule beim Auszug aus Ägypten erinnerten. Jesus sagt: Ich bin dieses Licht – nicht nur für eine Nacht, sondern für dein ganzes Leben und die Ewigkeit.
In Lukas 2 erkennt der alte Simeon in dem Jesuskind genau dieses verheißene Licht – "ein Licht zur Offenbarung für die Heiden." Die Menschen damals sehnten sich nach Hoffnung, genau wie heute. Menschen kommen nach Europa, nach Deutschland, auf der Suche nach Sicherheit und Hoffnung. Aber was wir alle wirklich brauchen, ist nicht nur ein sicheres Leben, sondern Jesus Christus.
Doch Jesus ruft nicht nur dazu auf, ihn als Licht anzuerkennen – er fordert zur Nachfolge auf. In Matthäus 5 sagt er: "Ihr seid das Licht der Welt." Geheime Nachfolge gibt es nicht. Entweder gefährdet die Geheimhaltung die Nachfolge, oder die Nachfolge macht Geheimhaltung unmöglich. Wenn das Licht in deinem Herzen wirklich brennt, wird es sichtbar werden.
Diese Adventszeit lädt dich ein zu prüfen: Habe ich dieses Licht? Kenne ich meine wahre Identität als Kind Gottes? Die Nachfolge Jesu ist kein krampfhaftes Tun, sondern die Erkenntnis, dass du ohne ihn verloren bist und mit ihm eine sichere Zukunft hast – egal was kommt.
