Jesus Christus ist nicht einfach ein Prophet oder ein Engel – er ist Gott selbst. Das Johannesevangelium beginnt nicht mit einem Stammbaum oder der Geburt Jesu, sondern geht zurück zum absoluten Anfang: "Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott." Diese Worte spiegeln 1. Mose 1,1 wider und zeigen: Jesus war schon bei der Schöpfung dabei. Er ist der Schöpfer selbst.
Das griechische Wort "Logos" – das Wort – beschreibt Gottes schöpferisches Wirken. Immer wenn Gott sprach und etwas entstand, war dieses "Wort" am Werk. Und genau dieses Wort wurde in Jesus Christus Mensch. Als Philippus Jesus bat: "Zeige uns den Vater", antwortete Jesus: "Wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen." Jesus ist nicht ein Gott neben dem Vater – er ist Gott selbst, Teil der Dreieinigkeit.
Diese Wahrheit hat radikale Konsequenzen für dein Leben. Jeder Mensch sucht nach Glück und Sinn. Wir versuchen, diese Leere durch unseren Job, Beziehungen oder Besitz zu füllen. Doch die tiefste Wahrheit ist: Gott wird am meisten in uns verherrlicht, wenn wir am meisten in ihm zufrieden sind. Jesus ist die Antwort auf die Sehnsucht deines Herzens, denn er zeigt uns, wie Gott wirklich ist.
Das Kommen Jesu lässt sich mit einem Wort zusammenfassen: Gnade. Durch die Sünde haben wir uns von Gott getrennt – und damit vom Leben selbst. Denn in Jesus war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Wo Licht fehlt, herrscht Finsternis. Die Abwesenheit Gottes bringt Tod, Hass und Leid in diese Welt. Der Lohn der Sünde ist der Tod – aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus.
Gottes Gnade ist radikal ungerecht – im besten Sinne. Gott selbst, der Gerechte, kam in eine ungerechte Welt, machte sich zum Sünder am Kreuz und nahm deine Schuld auf sich, damit du gerecht sein kannst. Das hat nichts mit Verdienst zu tun. Noah betrank sich, Jakob log, David brach die Ehe, Paulus war ein Mörder – doch Gott berief sie alle aus Gnade. Die ganze Bibel erzählt eigentlich nur zwei Dinge: Sünde und Versöhnung.
Jesus möchte in dir wohnen. Das Wort wurde Fleisch und "zeltete" unter uns – eine intime, nahe Gemeinschaft ohne Barrieren. 196 Mal lesen wir im Neuen Testament von "Christus in uns". Gott sehnt sich danach, in deinem Leben zu sein, auch wenn nicht alles perfekt ist. Er neigt sich zu dir herab und sagt: "Hier bin ich."
Die entscheidende Frage lautet: Glaubst du, dass Jesus Gott ist? Ist er an erster Stelle in deinem Leben? Hast du seine Gnade erlebt? Gott will nichts mehr als Gemeinschaft mit dir – jeden Tag neu.
