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Jesus als Lebensgrundlage

Sonntag, 29. Juli 2018
40 Minuten

Jesus als Lebensgrundlage

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Jesus stellt eine radikale Forderung: "Ich bin das Brot des Lebens." In Johannes 6 fordert er die Menschen auf, nicht ihm nachzufolgen wegen kostenloser Mahlzeiten oder spektakulärer Wunder, sondern weil sie Gott von ganzem Herzen lieben. Viele, die ihm in Scharen gefolgt waren, fanden diese Worte zu hart und gingen weg. Nur die zwölf Jünger blieben – und Petrus sprach aus: "Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens."

Diese Worte sind heute genauso aktuell. Du lebst in einer freien Gesellschaft, die dir suggeriert, du könntest tun und lassen, was du willst. Doch christliche Freiheit bedeutet nicht Beliebigkeit. Jesus hat dich freigemacht, um ihm mit Freude nachzufolgen – nicht um dein Leben nach eigenen Vorstellungen zu gestalten. Die Bibel ist dein Maßstab, nicht die Meinungen der Welt um dich herum.

Viele folgen Jesus, solange es angenehm ist. Die Gemeinde bietet wunderbare Vorteile: gute Sozialkompetenzen für die Kinder, Vergebung, Gemeinschaft. Aber wenn es unbequem wird, wenn Gott höhere Anforderungen stellt, verschwinden Menschen von der Bildfläche. Genau wie das Volk Israel in der Wüste – Gott versorgte sie mit Manna, doch sie murrten, weil es ihnen zu eintönig war.

Satan nutzt genau dieses Murren auch heute. Durch Arbeit, Medien, Urlaub und Alltag flüstert er dir zu: "Das mit Jesus ist zu viel. Du kannst auch ohne Gemeinde leben. Ab und zu reicht doch." Besonders gefährlich wird es, wenn du versagt hast. Dann sagt Satan: "Du hast versagt, also bist du kein richtiges Kind Gottes mehr." Und statt zum Kreuz zu kommen und um Vergebung zu bitten, schwimmst du langsam von Jesus weg – nicht mit einer klaren Absage, aber ohne Leidenschaft.

Doch die Geschichte von Petrus zeigt: Auch er hat versagt, Jesus dreimal verleugnet. Aber Jesus stellte ihn wieder her, fragte ihn dreimal: "Liebst du mich?" Jesus möchte auch dich wiederherstellen. Du musst nicht erst etwas leisten, um würdig zu sein. Das Opfer ist bereits gebracht. Komm einfach kindlich zu Jesus und sage: "Vergib mir" – und danke ihm, dass er es bereits getan hat.

Jesus als Lebensgrundlage anzunehmen bedeutet, ihn ganzheitlich in dein Leben einzuschließen – als Brot des Lebens, als Licht der Welt, als guten Hirten, als Weg, Wahrheit und Leben. Lass dich nicht von deiner Schuld oder von dem, was andere tun, abhalten. Schau auf Gottes Liebe zu dir. Er hat dich über alles lieb – auch wenn du untreu bist, bleibt er treu.

Weil er sich an mich klammert, darum will ich ihn erretten (Psalm 91,14). Klammere dich an Jesus wie ein müdes Kind an seinen Vater. Mach die bewusste Entscheidung: Ich will weiterhin mit Gott leben – mit Leidenschaft, nicht aus Pflicht.

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