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Jesu Nachfolge und die Konsequenzen

Sonntag, 12. August 2018
41 Minuten

Jesu Nachfolge und die Konsequenzen

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Jesus stellt eine radikale Forderung: "Wer mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach." Diese Worte aus Lukas 9,23 klingen hart – und sie sind es auch. Denn Jesus verspricht keine heile Welt, sondern fordert eine bewusste, gereifte Entscheidung.

In der damaligen Zeit war die Kreuzigung die schlimmste Hinrichtungsart der Römer – eine öffentliche Demütigung für die schlimmsten Verbrecher. Wenn Jesus vom Kreuz spricht, meint er es ernst. Nachfolge bedeutet, dass du dein Ich auf den Thron setzt und Gott dort regieren lässt. Es bedeutet, Nein zu deinen eigenen Gedanken, Wünschen und Plänen zu sagen, um Jesus Vortritt zu lassen.

Jesus war bei der Auswahl seiner Jünger erstaunlich einfach. Er sagte zu Levi am Zoll: "Folge mir nach" – und der stand auf und folgte. Zu Matthäus, zu Petrus – immer dieselbe schlichte Aufforderung. Doch diese Einfachheit täuscht über die Konsequenzen hinweg. In Lukas 14 macht Jesus deutlich: Wer einen Turm bauen will, überschlägt vorher die Kosten. Wer in den Krieg zieht, prüft seine Armee. Genauso sollst du überlegen, ob du wirklich bereit bist, alles loszulassen.

Sich selbst verleugnen heißt nicht, dich abzulehnen – Gott hat dich nach seinem Ebenbild geschaffen. Es bedeutet vielmehr, nicht mehr zu fragen "Was kann ich?", sondern "Was kann Jesus aus meinen Fähigkeiten machen?" Du wirst zum Diener, wie Paulus, der sich selbst als Sklave Christi bezeichnete. Alle Bereiche deines Lebens – dein Besitz, deine Arbeit, deine Freundschaften – sollen unter Jesu Herrschaft stehen.

Nachfolge ist kein Sprint, sondern ein lebenslanger Wettkampf. Paulus schreibt in 1. Korinther 9: "Lauft so, dass ihr den Siegespreis erlangt." Es nützt nichts, am Anfang voller Begeisterung zu starten, wenn dir am Ende die Puste ausgeht. Praktisch bedeutet das: möglichst nah mit Jesus leben, die Bibel nicht als Geschichtsbuch lesen, sondern mit offenem Herzen hören, was er dir sagt.

Und ja, Nachfolge kann bedeuten, dass du manches einstecken musst. Doch wenn du radikal mit deinem eigenen Ich bist – nicht mit anderen Menschen – wirst du zum Salz der Erde. Du machst einen Unterschied in dieser Welt, indem du dienst, wie Jesus gedient hat.

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