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Jeder von uns braucht Jesus

Sonntag, 9. Dezember 2018
43 Minuten

Jeder von uns braucht Jesus

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Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat – diese Worte aus Jesaja 61 sprach Jesus vor 2000 Jahren in der Synagoge von Nazareth. Er nahm die 700 Jahre alte Prophetie und sagte: "Heute ist diese Schrift erfüllt vor euren Ohren." Die Menschen kannten ihn als Josefs Sohn, als den Zimmermann aus ihrer Stadt. Doch seine Worte hatten eine Kraft, die sie nicht einordnen konnten. Sie wunderten sich über die Worte der Gnade aus seinem Mund.

Wir leben heute in genau dieser Gnadenzeit, die Jesus damals verkündete. Beachte, was Jesus nicht vorlas: Er endete bewusst vor dem "Tag der Rache unseres Gottes". Dieser Teil steht noch aus – bei seinem zweiten Kommen. Aber jetzt, heute, ist das angenehme Jahr des Herrn. Jetzt ist die Zeit, wo du Frieden mit Gott schließen darfst, wo seine Gnade für dich verfügbar ist.

Jesus kam zu den Armen – nicht primär den materiell Armen, sondern den geistlich Armen. Das sind die Menschen, die eine Sehnsucht nach mehr haben, aber nicht wissen, wie sie sich füllen sollen. Die zu Gott kommen und sagen: "Ich habe dir nichts zu bieten, aber aus lauter Güte und Gnade darf ich dein Kind sein." Genau solche Menschen liebt Gott. Er kam, um zerbrochene Herzen zu heilen, Gefangene zu befreien und Blinden das Augenlicht zu geben.

Der reichste aller Reichen wurde arm für dich. Jesus kann mit deiner Armut mitfühlen, weil er selbst einer der Ärmsten in dieser Welt war. Er kennt Schmerz, er weiß, wie sich Verlassenheit anfühlt. Am Kreuz trug er den ganzen Zorn, den wir verdient haben. Deshalb kann er deine zerbrochenen Herzen verbinden – nicht mit leeren Worten, sondern als einer, der selbst gelitten hat.

Vielleicht leidest du unter Depressionen, unter Entmutigung, obwohl es dir äußerlich gut geht. Vielleicht hast du Verluste erlebt, die dich gefangen halten. Jesus möchte dich aus diesem Kerker befreien. Er möchte dir die Weite und Schönheit seines Reiches zeigen. Oft sind es nicht Gottesängste, die uns gefangen halten, sondern Menschenfurcht: Was werden andere sagen? Das ist Sünde – Gott nicht zu vertrauen, wie schon im Garten Eden.

Kommt alle her zu mir, die ihr mühselig und beladen seid, sagt Jesus in Matthäus 11. Bittet, so wird euch gegeben. Suchet, so werdet ihr finden. Du musst dranbleiben am Herrn Jesus. Lies sein Wort, auch wenn du nicht alles verstehst. Gott öffnet nach und nach. Hier in der Bibel findest du die Schätze, die dich innerlich durch diese Welt durchtragen – Schätze, die darüber hinausreichen ins Reich Gottes.

Nimm Jesus ernst. Nimm sein Reden ernst. Er ist dein wunderbarer Botschafter, dein liebevoller Arzt und dein großer Befreier. Und er hat dir den Staffelstab übergeben: Verkünde das angenehme Gnadenjahr weiter, solange es noch heute heißt.

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