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Jage dem Frieden nach…

Sonntag, 27. Januar 2019
45 Minuten

Jage dem Frieden nach…

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Der Friede – ein Thema, das uns alle betrifft, und doch besuchen wir keine Seminare darüber. Wir bilden uns weiter, wie wir im Geschäft vorankommen, wie wir Ziele erreichen, Prozesse optimieren. Aber wer lehrt uns, Frieden zu haben und Frieden zu geben? Dabei hängt unser geistliches Vorankommen stark davon ab, ob wir Frieden haben.

Drei Fragen solltest du dir ehrlich stellen: Hast du Frieden? Bist du mit Frieden gekommen? Und bist du zum Frieden für andere? Vielleicht bist du heute in Hektik losgefahren, hast mit den Kindern geschimpft, trägst Konflikte vom Arbeitsplatz mit dir herum oder führst nachts Selbstgespräche, in denen du dich verteidigst und andere angreifst. Wir merken oft gar nicht, wie uns der Friede geraubt wird.

Jesus Christus ist uns als Friedefürst gegeben. In Johannes 14 sagt er: "Meinen Frieden gebe ich euch, nicht wie die Welt gibt." Dieser Friede ist kein äußerer Zustand, sondern das hebräische Schalom – umfassendes Wohlergehen, innere Zufriedenheit, Gemeinschaft mit Gott und Menschen. Gott selbst ist der Urheber dieses Friedens. Du kannst ihn nicht selbst herstellen, er wird dir geschenkt.

In Philipper 4,4-7 findest du vier Schritte zum Frieden: Erstens, freue dich in jeder Situation darüber, dass du mit dem Herrn verbunden bist. Zweitens, lass deine Güte allen Menschen kund sein. Drittens, mache dir um nichts Sorgen, sondern bringe deine Anliegen im Gebet vor Gott. Und dann – erst dann – wird der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, über deine Gedanken wachen.

Der Teufel sucht tausend Gründe, dir den Frieden zu rauben – durch unbedachte Worte, Missverständnisse, jemand der dich nicht grüßt, Konflikte um Glaubensfragen. Wie beim Volk Israel in Esra 4, wo der Tempelbau 16 Jahre stillstand, weil der Feind sie entmutigte. So legt auch dein geistliches Leben brach, wenn dir der Friede geraubt wird.

Drei Grundlagen brauchst du für den Frieden: Liebe zu Gott und seinen Geboten, Liebe zum Nächsten wie Jesus dich geliebt hat, und Vertrauen, Respekt, Wertschätzung für andere. Jesus nannte seine Jünger Freunde, nicht nur Lehrlinge. Ohne diese Haltung kannst du noch so theologisch gebildet sein – du wirst keinen Frieden aufbauen.

Hebräer 12,14 fordert: "Jagt dem Frieden nach mit jedermann und der Heiligung." Beachte die Reihenfolge: Erst Frieden, dann Heiligung. Dem Frieden nachjagen bedeutet aktives Handeln – wie ein Jäger, der sein Wild studiert, oder ein Angler, der weiß, wann und wo die Fische beißen. Du musst dich damit auseinandersetzen, was deinen Bruder, deine Schwester beschäftigt. Wie kannst du diese Person erreichen?

Römer 12 sagt: "So weit an euch liegt, haltet Frieden mit jedermann." Du wirst nicht mit allen eins sein können, aber du sollst bestrebt sein, den Frieden zu wahren. Wenn dein Herz voll Frieden ist, geht auch dein Mund über mit Frieden. Frieden kannst du nur haben, wenn du ihn gibst.

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