Gott wird Mensch – diese Botschaft von Weihnachten ist so viel mehr als eine schöne Tradition. Der Name Immanuel bedeutet "Gott mit uns" und trägt eine Verheißung in sich, die bereits 700 Jahre vor Christi Geburt gegeben wurde.
In einer Zeit großer Bedrohung stand König Ahas von Juda vor den Toren Jerusalems. Zwei feindliche Könige hatten sich verbündet, um die Stadt anzugreifen. Das Volk zitterte vor Angst. In diese verzweifelte Situation hinein sprach der Prophet Jesaja eine erstaunliche Zusage: "Eine Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären, und wird seinen Namen Immanuel nennen" (Jesaja 7,14). Gott versprach nicht nur militärischen Schutz – er versprach seine Gegenwart.
Diese Verheißung erfüllte sich zunächst zu Jesajas Zeit. Doch sie wies weit darüber hinaus auf etwas viel Größeres. Als Matthäus die Geburt Jesu beschreibt, greift er genau auf diese alte Prophezeiung zurück. In Jesus wurde Immanuel Wirklichkeit auf eine nie dagewesene Weise. Der Schöpfer des Universums trat in seine eigene Schöpfung ein. Die Hände, die einst das Weltall formten, wurden zu kleinen Babyhänden. Die Stimme, die mit einem Wort alles ins Dasein rief, wurde zum leisen Weinen eines Neugeborenen im Stall.
Doch das Größte an dieser Geschichte ist: Immanuel endete nicht mit Jesu Himmelfahrt. Durch den Heiligen Geist ist Gott uns heute noch näher als je zuvor. Er ist nicht mehr nur "mit uns" – er ist "in uns". In Matthäus 28 verspricht Jesus: "Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Weltende."
Gerade in schweren Zeiten, wenn Du Dich fragst "Gott, wo bist Du?", darfst Du wissen: Er trägt Dich. Auch wenn Du nur eine Spur im Sand Deines Lebens siehst – es ist seine, weil er Dich getragen hat. Diese Zusage gilt für jeden Tag, jede Herausforderung, jeden Zweifel. Immanuel ist keine ferne Weihnachtsgeschichte, sondern Deine gegenwärtige Realität.
