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Im Glauben wachsen

Sonntag, 15. November 2015
56 Minuten

Im Glauben wachsen

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Wer nur Milch verträgt, ist ein Kind und hat noch nicht die nötige Erfahrung, um sein Leben so zu gestalten, wie es nach Gottes Wort richtig ist. Diese deutlichen Worte richtet der Hebräerbrief an Menschen, die eigentlich längst Lehrer der Schrift sein sollten, aber stattdessen in den Anfangsgründen stecken geblieben sind. Hebräer 5,11-14 konfrontiert uns mit einer unbequemen Wahrheit: Geistlicher Stillstand ist Rückgang.

Der Schreiber nennt den Grund für diesen Stillstand beim Namen: "Ihr seid träge geworden im Hören." Wie ein Schüler, der zwar körperlich im Unterricht sitzt, aber gedanklich ganz woanders ist, so kannst auch du jahrelang im Gottesdienst sitzen und doch nichts wirklich aufnehmen. Du bist antriebslos geworden, die Grundwahrheiten der Botschaft Gottes hast du nicht verinnerlicht.

Was macht das Fundament deines Glaubens aus? Hebräer 6,1-2 zählt es auf: Umkehr von toten Werken, Glaube an Gott, die Lehre von Waschungen, Handauflegung, Auferstehung der Toten und das ewige Gericht. Das ist das Einmaleins des christlichen Glaubens – und doch stolpern viele genau darüber. Wann hast du als Vater oder Mutter dein Kind zuletzt gesegnet? Glaubst du wirklich an die Auferstehung? Nimmst du am Abendmahl teil oder schiebst du es immer wieder weg, weil dein Gewissen dich plagt?

In unserer westlichen Welt sind wir rundum abgesichert – Gehalt, Krankenversicherung, Rentenversicherung. Dein Glaube muss nicht mehr beansprucht werden, die Glaubensmuskeln bilden sich zurück. Wie ein Patient, der wochenlang bewegungslos im Bett lag und danach nicht mehr laufen kann, so verkümmert auch dein Glaube ohne Übung.

Die Lösung? Hebräer 6,1 ermutigt dich: "Weil uns daran liegt, dass ihr im Glauben erwachsen werdet, wollen wir nicht bei den Anfangslektionen stehen bleiben." Du musst lernen zuzuhören, feste Speise zu vertragen statt nur Milch, geübte Sinne zu entwickeln zum Unterscheiden zwischen Gut und Böse. Verantwortung übernehmen. Dich zur Verfügung stellen. Die Welt da draußen schmachtet nach dem Licht, das du weitergeben sollst.

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