Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht – diese Worte aus Jesaja 9 sprechen in eine Zeit hinein, in der Israel von Feinden bedrängt wurde, in der Menschen in Angst lebten und ihre Zukunft dunkel erschien. 700 Jahre vor Christus prophezeite Jesaja das Kommen des Messias, und diese Prophezeiung endet mit den Worten: "Solches wird tun der Eifer des Herrn Zebaoth."
Wenn wir heute von Licht sprechen, denken wir meist an Elektrizität, an hell erleuchtete Straßen und Gebäude. Doch hier geht es um etwas viel Größeres. Es geht nicht um physisches Licht, sondern um Jesus Christus selbst – die Quelle von Trost, Hoffnung, Freude und Leben. Er ist wie die Sonne, die unserem ganzen Sonnensystem Energie und Leben schenkt. Wenn du nachts in der Wüste unterwegs wärst und in der Ferne ein Licht sähest, würdest du Hoffnung bekommen und wissen: Dort ist Rettung.
Jesus sagt nicht nur "Ich bin das Licht", sondern auch "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben" (Johannes 14,6). Er zeigt uns den Weg aus dem Chaos, wo keine Regierung Frieden herstellen kann. Sein Reich ist nicht von dieser Welt, sondern inwendig in uns. Der Friede, den Jesus gebracht hat, ist in den Menschen, die zu diesem Licht kommen.
Doch damit nicht genug: Jesus sagt auch zu dir: "Ihr seid das Licht der Welt" (Matthäus 5,14). Wie der Mond nur leuchtet, wenn er von der Sonne beschienen wird, so strahlen auch wir, wenn wir in seinem Licht leben. In Philipper 2,14-15 heißt es: "Tut alles ohne Murren und Zweifel, damit ihr untadelig und lauter seid, Kinder Gottes, ohne Makel, inmitten eines verdrehten und verkehrten Geschlechts, unter denen ihr leuchtet wie die Sterne in der Welt."
Du bist aufgefordert, in diese Welt hinauszugehen und dein Licht leuchten zu lassen – nicht für dich selbst, sondern damit andere den Weg finden, Trost empfangen und den himmlischen Vater sehen können. Das ist die Weihnachtsbotschaft: Gott liebt dich so sehr, dass er dir von seinem göttlichen Licht abgibt.
