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Gottes Werk und unser Beitrag

Sonntag, 19. August 2018
41 Minuten

Gottes Werk und unser Beitrag

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Von meiner Seite ein herzliches Willkommen – so beginnt dieser Gottesdienst, und schon die ersten Worte führen zu einer überraschenden Frage: Wo ist eigentlich mein Platz? Nicht nur der Sitzplatz in der Gemeinde, sondern der Platz im Reich Gottes. Weißt du, wo du hingehörst? Diese Frage zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Botschaft und fordert dich heraus, über dein eigenes Leben nachzudenken.

Der Buchtitel "Wer den Himmel sucht, muss die Erde lieben" wirft eine spannende Spannung auf: Wie können wir als Christen in dieser Welt leben, ohne von ihr vereinnahmt zu werden? In 1. Johannes 2,15 steht klar: "Hab nicht lieb die Welt, noch was in der Welt ist." Doch gleichzeitig spielt sich unser Leben genau hier ab – auf dieser Erde, in unserem ganz normalen Alltag. Die Herausforderung besteht darin, Gott im Alltag zu finden, während wir uns nach dem ausstrecken, was Paulus in Philipper 3,13 beschreibt: "Ich vergesse, was da hinten ist und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist."

In 2. Petrus 1,3-4 entdeckst du eine kraftvolle Wahrheit: Gottes göttliche Kraft hat dir bereits alles geschenkt, was du zum Leben in der Ehrfurcht vor ihm brauchst. Durch seine Gnade hast du Zugang zu himmlischen Quellen. Du besitzt schon alles, was nötig ist, um ein gottgefälliges Leben zu führen. Das ist Gottes vollkommenes Werk – er hat nichts ausgelassen.

Doch hier kommt die entscheidende Wendung: Auch wenn Gott alles getan hat, bedeutet das nicht, dass du dich zurücklehnen sollst. In Vers 5 steht: "So setzt eben deshalb allen Eifer daran." Dein Beitrag zu einem heiligen Leben ist Eifer, Fleiß, Hingabe. Echter Glaube hat echte Konsequenzen. Wenn du behauptest zu glauben, dass es morgen regnet, aber ohne Regenschirm das Haus verlässt – würde dir das jemand abnehmen? Genauso verhält es sich mit deinem Glauben an Christus.

Petrus nennt sieben Elemente, die zu deinem Glauben hinzukommen sollen: Charakterfestigkeit, Erkenntnis, Selbstbeherrschung, standhaftes Ausharren, Gottesfurcht, Bruderliebe und Liebe zu allen Menschen. Diese sind keine Checkliste zum Abhaken, sondern eine Grundlage für echte Veränderung. Die Frage, die dich diese Woche begleiten soll: Was bringt dich von Gott weg? Was hält dich davon ab, geistlich weiterzukommen?

Gott heiligt dich nicht gegen deinen Willen oder ohne deine Mithilfe. Von deiner Erwartung, deiner Sehnsucht, deiner Disziplin hängt es ab, ob du vorankommst. Denn in deinem Leben mit dem Herrn gibt es keinen Stillstand – entweder Fortschritt oder Rückgang. Die Verheißung in Vers 10 lautet: Wenn du diese Dinge tust, wirst du niemals zu Fall kommen. Das ist die Zusage für ein Leben, in dem echter Sieg möglich ist.

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