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Gottes Verheißung und Fluch

Sonntag, 30. Juli 2017
46 Minuten

Gottes Verheißung und Fluch

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Im Garten Eden stand der Mensch in vollkommener Harmonie mit Gott. Adam und Eva lebten in einer Freundschaft mit ihrem Schöpfer, hatten freien Zugang zu ihm und kannten weder Druck noch Stress. Gott freute sich täglich auf die Gemeinschaft mit ihnen, ähnlich wie Eltern sich darauf freuen, wenn ihre Kinder von sich aus erzählen, wie ihr Tag war. Doch diese wunderbare Beziehung zerbrach in dem Moment, als der Mensch auf Satan hörte und von dem verbotenen Baum aß.

Was dann geschah, zeigt ein Muster, das bis heute in unserem Leben wirksam ist. Als Gott Adam und Eva rief – "Wo bist du?" – war das keine Frage aus Unwissenheit. Gott wusste genau, wo sie waren. Er rief sie, weil er ihnen die Möglichkeit geben wollte, ihre Schuld einzugestehen. Doch statt Verantwortung zu übernehmen, begann das große Schuld-Weitergeben: Adam schob die Schuld auf Eva, Eva auf die Schlange. Keine Reue, kein Einsehen, keine Buße.

Genau hier liegt eine der wichtigsten Grundwahrheiten für dein Glaubensleben: Gott ist unwandelbar. Was er sagt, meint er auch so. Er hatte Adam und Eva gewarnt, und er zog die angekündigten Konsequenzen durch – Trennung von Gott und der körperliche Tod. Wir können nicht einfach sündigen und denken, Gott wird schon gnädig sein und alle kommen sowieso in den Himmel. So funktioniert das nicht.

Doch mitten im Gericht zeigt sich Gottes unfassbare Liebe. In 1. Mose 3,15 kündigt Gott bereits die Erlösung an: Der Same der Frau wird der Schlange den Kopf zertreten. Das ist die erste Verheißung auf Jesus Christus, direkt im Moment des Sündenfalls. Gott bahnt dem Menschen sofort einen Weg zur Rettung.

Die Flüche, die Gott ausspricht, erleben wir bis heute: Frauen gebären unter Schmerzen, Männer arbeiten im Schweiß ihres Angesichts, die Erde trägt Dornen und Disteln. Wir leben in einer gefallenen Welt, und diese Realität bestätigt täglich, dass Gottes Wort wahr ist. Wenn du arbeitest und dabei nicht schwitzt, nicht gestresst bist, dich nicht über Kollegen oder das System aufregst – dann bist du eine Ausnahme.

Apostelgeschichte 17,26 und Römer 5,12 zeigen uns: Alle Menschen stammen von einem Geschlecht ab, von Adam und Eva. Das bedeutet, jeder Mensch ist Gottes Eigentum, sein Geschöpf. Es steht uns nicht zu, über andere Menschen schlecht zu denken oder zu reden, egal welche Hautfarbe oder Kultur sie haben. Durch einen Menschen kam die Sünde, durch einen – Jesus Christus – kam die Rettung für alle.

Wenn du in Sünde gefallen bist, ruft Gott dich heute. Er ruft dich nicht, um dich fertig zu machen, sondern um dir die Möglichkeit zu geben, deine Schuld einzugestehen. Keine Gemeinde, kein Mensch, kein Umstand ist schuld an deiner schlechten Beziehung zu Gott – nur du selbst, wenn du dich von ihm entfernt hast. Übernimm Verantwortung für deine Sünden, steh dazu, bitte Gott um Vergebung. Dann wirst du Ruhe und Frieden in deinem Herzen erleben.

Du stehst heute vor derselben Herausforderung wie Adam und Eva: Vertraust du Gott oder hörst du auf andere Stimmen? Setz dein Vertrauen neu auf Gott, lass dich durch keine Theorien verunsichern, die der Bibel widersprechen. Halte fest an Gottes Wort – es ist wahr, verlässlich und deine einzige Hoffnung.

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