David war rötlich, hatte schöne Augen und ein gutes Aussehen – so beschreibt die Bibel den jüngsten Sohn Isais. Während seine sieben älteren Brüder zu Hause waren, hütete er draußen die Schafe. Eine langweilige Aufgabe, die ihm als Jüngstem zufiel. Stell dir vor, du bist ständig der Kleinste, der sich mit sieben älteren Brüdern messen muss. Leicht hätte David Minderwertigkeitskomplexe entwickeln können.
Doch David machte etwas Entscheidendes: Er erledigte seine Aufgabe mit Leidenschaft. Beim Schafehüten spielte er Harfe und entwickelte dabei Freude. Genau wie du vielleicht Zimmer aufräumen, Geschirrspülen oder Schulaufgaben hast – Dinge, die langweilig erscheinen. Die Frage ist: Kannst du dabei Freude entwickeln? David zeigt uns: Das geht!
Als Samuel nach Bethlehem kam, um einen neuen König zu salben, führte Isai alle sieben Söhne vor. Doch Gott sagte jedes Mal: "Nein, nicht dieser." Der Mensch sieht auf das Äußere, aber Gott sieht das Herz an (1. Samuel 16,7). Erst als David von den Schafen geholt wurde, sagte Gott: "Das ist er!" Von diesem Tag an kam der Geist Gottes auf David.
Das Bemerkenswerte: Jemand hatte David die ganze Zeit beobachtet. Als König Saul einen Harfenspieler brauchte, sagte einer seiner Knechte: "Ich habe einen Sohn Isais gesehen, der das Seitenspiel versteht, ein tapferer Mann ist, tüchtig zum Kampf, verständig in seiner Rede – und der Herr ist mit ihm" (1. Samuel 16,18). Deine kleinen Aufgaben gehen nicht unbemerkt vorbei. Wer im Kleinen treu ist, dem wird Gott Großes anvertrauen.
Beim Kampf gegen Goliath zeigte sich Davids Geheimnis: absolutes Vertrauen zu Gott. "Du kommst zu mir mit Schwert, Speer und Wurfspieß. Ich aber komme zu dir im Namen des HERRN der Heerscharen" (1. Samuel 17,45). Dieses Vertrauen hatte David nicht plötzlich – er hatte es auf dem Feld geübt, als er Schafe vor Löwen und Bären beschützte.
Gott gebraucht deine Lebenssituationen wie Bausteine, um dich zu formen. Manche Lektionen lernst du schnell, andere brauchen Zeit. Die Frage ist: Wie steht dein Vertrauen zu Gott?
