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Glaubenserziehung der Kinder

Sonntag, 1. November 2015
50 Minuten

Glaubenserziehung der Kinder

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Gott hat seinem Volk einen klaren Auftrag gegeben: Jede Generation soll der nächsten den Glauben weitergeben. Psalm 78 macht deutlich, dass wir unseren Kindern von Gottes Ruhm, seiner Macht und seinen Wundern erzählen sollen. Doch die Realität zeigt ein erschütterndes Bild: Nach der Reformation glaubten etwa 30 Prozent der deutschen Bevölkerung an Jesus Christus als ihren persönlichen Herrn und Erlöser. Heute sind es nur noch geschätzte 3 bis 5 Prozent. Es braucht nur eine einzige Generation, die es versäumt, den Glauben weiterzugeben – und schon geht das Wissen um Jesus verloren.

Die Glaubenserziehung unserer Kinder ist keine Option, sondern eine heilige Verantwortung. Dabei geht es nicht darum, Glauben zu "machen" – Glaube ist und bleibt ein Geschenk Gottes. Aber wir können und sollen eine Grundlage schaffen, auf der der Heilige Geist wirken kann. Drei zentrale Wahrheiten müssen Kinder verstehen: Erstens, dass Gott ihr persönlicher Schöpfer ist und sie ihm gehören. Zweitens, dass seit dem Sündenfall alle Menschen Sünder sind – auch sie selbst. Und drittens, dass Jesus Christus gekommen ist, um diese Trennung zwischen Gott und Mensch zu überwinden.

Diese Wahrheiten vermittelst du nicht durch eine einzige Erklärung, sondern durch tägliches Leben. Wenn du deinem Kind beibringst, Schuhe zu binden oder den Tisch ordentlich zu verlassen, wiederholst du es hunderte Male. Genauso verhält es sich mit dem Glauben – es ist ein kontinuierlicher Prozess. Familienandachten, gemeinsames Gebet, das Auswendiglernen von Bibelstellen wie 1. Johannes 1,9 oder Johannes 1,12 – all das schafft einen Rahmen, in dem Kinder Gott begegnen können.

Besonders wichtig ist deine Haltung zur Gemeinde. Kinder spüren genau, ob du die Gemeinde liebst oder mit angezogener Handbremse kommst. Wenn du zu Hause über andere Gläubige kritisierst, werden deine Kinder keine Liebe zur Gemeinde entwickeln. Gott liebt seine Gemeinde – und wir sind berufen, das unseren Kindern vorzuleben, trotz aller menschlichen Unvollkommenheit.

Die gute Nachricht: Gott traut dir diese Aufgabe zu. Sonst hätte er dir keine Kinder gegeben. Mit seiner Hilfe kannst du deinen Kindern den Weg zu ihm zeigen – Schritt für Schritt, Tag für Tag.

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