Jesus wurde Mensch, starb und ist auferstanden – und genau deshalb können wir heute Gemeinschaft haben. Doch was bedeutet es wirklich, ihm nachzufolgen? Nach der Brotvermehrung, als 5000 Menschen gesättigt wurden, wollten die Menschen Jesus mit Gewalt zum König machen. Sie suchten jemanden, der ihre egoistischen Forderungen erfüllt, der sie von der römischen Besatzung befreit. Doch Jesus zog sich zurück, denn er sah ihre falschen Erwartungen. Sie wollten ihn gebrauchen, aber nicht ihr Herz geben. Nachfolge aber bedeutet: sich selbst verleugnen, das Kreuz auf sich nehmen – eine völlige Veränderung des Lebensstils.
Jesus nötigte seine Jünger, ins Boot zu steigen und überzusetzen. Dann ging er allein auf den Berg zum Gebet – fast eine ganze Nacht in der Zweisamkeit mit dem Vater. Wann nimmst du dir Zeit, einfach nur den Herrn anzuschauen und zu warten, bis er zu dir spricht? Große Dinge in der Weltgeschichte sind immer Gebeten hingegebener Menschen vorausgegangen.
Mitten auf dem See geraten die Jünger in einen Sturm. Stundenlang kämpfen sie gegen meterhohe Wellen, umgeben von Dunkelheit. Warum lässt Jesus sie so lange warten? Gott möchte oft, dass wir erkennen, wie sehr wir seine Hilfe brauchen. Und dann kommt Jesus – aber anders als erwartet: Er geht auf dem Wasser. Die Jünger erschrecken, schreien vor Furcht. Doch Jesus spricht: "Seid getrost, ich bin's, fürchtet euch nicht." Er offenbart sich als der "Ich bin" – als Gott selbst, dem alle Elemente untertan sind.
Petrus antwortet: "Herr, wenn du es bist, befiehl mir zu kommen." Jesus sagt nur ein Wort: "Komm." Petrus steigt aus dem Boot und geht auf dem Wasser. Glaube bedeutet: den Fuß dorthin setzen, wo du nichts sehen kannst. Freiwillige Auslieferung an eine Person, dort wo kein Weg zu sehen ist. Solange Petrus auf Jesus schaut, ist er dem Sturm überlegen. Doch als er den Wind sieht, beginnt er zu sinken. "Herr, rette mich!" – und sofort streckt Jesus seine Hand aus.
Die größte Lüge heute ist, dass du dieses Leben alleine meistern musst. Jesus möchte der einzige Anker sein, an dem du deinen Glauben festmachst. Auch wenn Zweifel kommen: Ruf zu ihm. Er lässt dich nicht untergehen.
